Zitiert: WM in Katar: Viel Geld für eingeschränkte Rechte

Als ARD und ZDF 2013 zunächst unter Vorbehalt einen Vertrag mit der Fifa für die Übertragungsrechte schlossen, wurde in den Rundfunkräten intensiv debattiert, ob die Sender für diese WM Gebührengelder ausgeben sollten – mindestens 214 Millionen Euro wurden aufgerufen. Die Zustimmung erfolgte…

Zitiert: Absurde Gespräche

Ähnlich absurd kam mir das Gespräch vor, das Julia Jäkel und Tom Buhrow neulich in der »Zeit« über Fehler und Aufgaben des öffentlichrechtlichen Rundfunks führten, zwei Journalisten, die Topmanager deutscher Medien wurden. Die andere Seite des Schreibtischs ausprobieren, sagt man gern. Es kam mir vor, als sprächen zwei Mitglieder der Olsenbande für den Ethikrat. Die Leute, die sich in der Offentlichkeit um den bedenklichen Zustand des deutschen Journalismus sorgen, haben ihn oft selbst hergestellt. (Paid)

Alexander Osang, spiegel.de, 14.10.2022 (online)

Zitiert: Warum man SZ liest

Der eine Teil des Publikums (siehe oben) liest die SZ nicht wegen einzelner Geschichten oder Kommentaren. Er kauft die Zeitung als Ganzes, als Wesen. Der andere Teil dagegen entdeckt die Zeitung über einzelne Artikel, Themen und/oder Beiträge. Wenn es gut geht, identifizieren möglichst viele dann das Ganze hinter dem Einzelnen. Und wenn es besonders gut geht, wollen diese Nutzer, die zu Lesern werden, als Folge der Kette Wahrnehmung – Aufmerksamkeit – Interesse – Zuordnung nicht mehr nur Einzelnes nutzen, sondern das Ganze.

Kurt Kister, sueddeutsche.de, 6.10.2022 (online)

Zitiert: Corona und die Entortung der Redaktion

Zu den großen technischen und strukturellen Umwälzungen im vergangenen Jahrzehnt gehörte auch die von Corona getriebene weitgehende Entortung der Redaktion. Flure, Büros und Konferenzräume waren lange Zeit nahezu menschenleer, was gerade in einer Branche, die davon lebt, miteinander und übereinander zu reden…