Zitiert: Ein systemisches Problem – gut bezahlte Regierungsaufträge für Journalisten

Wir wissen nicht, was für diese Geldbeträge jeweils geleistet wurde. Aber entweder war das Ausmaß der journalistischen oder sonstigen medialen Tätigkeiten im Staatsauftrag groß, was die Frage nach dem absorbierenden Zeitaufwand jenseits des journalistischen Hauptberufs aufwirft. Oder die gezahlten Honorare bewegten sich…

Zitiert: Faktenchecks in Medien – der Fokus wird nur verschoben

Angebote wie der ARD-Faktenfinder können selbstredend gute Dienste leisten, zum Beispiel übersichtlich Informationen zu verbreiteten Gerüchten aufbereiten. Doch das implizite Versprechen des Fact-Checking geht deutlich darüber hinaus: Es ist das einer über den Dingen stehenden, gewissermaßen letztgültigen Wahrheits-Instanz. Mit dem Bremer Soziologen…

Zitiert: Politikerinnen und Journalistinnen radikalisieren den Diskurs

Man muss von Politiker*innen und Journalist*innen nicht erwarten, dass sie bei Protestaktionen, die Straßen blockieren und Denkmäler und Gemälde symbolisch beschmutzen – zerstört wurde keines – applaudierend daneben stehen. Man kann aber erwarten, dass ihre Kritik differenziert und angemessen ist und dass sie versuchen, sich konstruktiv mit dem auseinanderzusetzen, was solche Aktionen auslöst. Sonst sind es am Ende manche aus Politik und Journalismus, die sich vorwerfen lassen müssen, einen Diskurs radikalisiert und dem Klimaschutz geschadet zu haben.

Simon Sahner, 54books, 6.3.2023 (online)

Zitiert: Recherche allein rettet uns nicht

Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk, der sich nur darauf konzentriert, die Ergebnisse investigativer Recherche abzubilden, zeichnet ein Zerrbild unserer Gesellschaft. Diese Gesellschaft bestünde nur aus Politikerinnen und Politikern, die sich bestechen lassen, aus Ärztinnen und Ärzten, die Krankenkassen betrügen und aus Rüstungslobbyistinnen und -lobbyisten,…

Zitiert: Mut nach innen wird wichtiger

Mut ist wichtig, aber nicht nur nach außen. Auch und vor allem nach innen müssen wir wieder mutiger werden, zu widersprechen, uns unterschiedliche Meinungen und Debatte in Redaktionen zu leisten. Die vergangenen Skandale um toxische Führungskultur in öffentlich-rechtlichen Funkhäusern zeigen, dass dieser Mut wieder wachsen muss, zusammen mit dem Vertrauen, dass die Mutigen geschützt sind und nicht bestraft werden, wenn sie den Mund aufmachen.

Björn Staschen, journalist.de, 9.3.2023 (online)