Zitiert: Durch Medienkritik beim WDR untragbar geworden

Für mich war ein erschütternder Moment, als der von mir hochgeschätzte Kollege Walter van Rossum für den WDR untragbar wurde, weil er als notorischer Medienkritiker auch die Corona-Berichterstattung und Politik medienkritisch hinterfragte. Seine Kommentare kann man finden, wie man will, sie waren auf jeden Fall hervorragend recherchiert und gehörten genauso zu einem guten Rundfunkprogramm wie die Kampagnen fürs Impfen und alles Weitere. Ich muss nicht alles richtig finden, was im Radio oder Fernsehen gesagt wird, aber ich muss das Gefühl haben, dass es möglich ist, über alles laut nachzudenken.

Mithu Sanyal, sueddeutsche.de, 19.07.2024 (online)

Zitiert: Wurde über Joe Bidens Gesundheit geschwiegen?

„Das laute Schweigen der Medien über Joe Biden“ prangert gerade René Pfister, der US-Korrespondent des „Spiegel“, an. Genauer: das „Versagen“ von US-Journalisten, die „lange (…) zögerlich über Bidens Verfall berichteten“. Nun ist es natürlich nie ganz so leicht, das „Schweigen“ von Journalisten…

Zitiert: Ikonisches Attentats-Foto – Ein Jackpot, aber für wen?

Vom Attentat auf Trump kursiert besonders ein Foto – dabei zeigt es nur einen winzigen Aspekt. Ikonische Fotografie kann Komplexität nicht erfassen. […] Livemitschnitte des Ereignisses zeigen freilich etwas ganz anderes: Sie zeigen Chaos. Trump, der auf dem Foto so stark wirkt,…

Zitiert: Wie die „Binnenpluralität“ im Regionalen verlorengeht

Wir haben ja gesehen, was man mit uns in der DDR versucht hat. Was ja auch zum Teil gewirkt hat. Heute geht es darum, dass man teilweise versucht, psychologische Mechanismen in irgendeiner Weise für einen guten Zweck einzusetzen. Aber damit beginnt man eben auch, geistige Freiheit einzugrenzen und zu steuern. Wenn dann auch noch, gerade im ländlichen Raum, die Zeitungen abschmieren, weil Sender massenhaft komplette Essays als Text ins Netz stellen, verlieren wir die Binnenpluralität.

Reiner Haseloff, sueddeutsche.de, 12.07.2024 (online)