Zitiert: Korridor des Mainstream-Journalismus ist sehr viel enger geworden

Ich habe das jüngst auf zwei Stichworte zu reduzieren versucht. Das eine ist Aufmerksamkeitsökonomie, die dafür sorgt, dass all die Themen, mit denen man Klicks erzeugen kann und den Leuten Angst einjagen kann, in den Vordergrund rücken und Vieles andere tendenziell hinten…

Zitiert: Unter Transatlantikern ist von Verrat die Rede

Bundeswehr-Professor Masala, der Drosten des Ostfront-Talks, nennt einen Trump-Putin-Deal ein „apokalyptisches Szenario“. Jeder hat so seine Vorstellung vom Jüngsten Gericht. CDU-Offensivverteidiger Kiesewetter redet von „irrer US-amerikanischer Machtpolitik“. Als hätte ein halbwegs sortierter Hegemon je anderes betrieben als Machtpolitik respektive eine „regelbasierte internationale…

Zitiert: Journalismus wird Wissenschaft und Medien nicht gerecht

Das Wichtigste ist sicherlich, dass sich die Finanzierungsbasis total verschlechtert hat. Im Journalismus generell, und das gilt natürlich insbesondere für Wissenschafts- und Medienjournalismus. Denn es herrscht ja im Journalismus der Glaube vor, dass das Wichtigste überhaupt der Politikjournalismus ist und das zweitwichtigste…

Zitiert: KI im Journalismus

Auch für den Journalismus bedeutet die generative KI mit den großen Sprachmodellen (LLMs) einen Paradigmenwandel, Sommer spricht vom „Gamechanger“. Weil nun das Schreiben als solches kein Thema mehr sei. Er sagt: „Ich kann ohne journalistische Ausbildung einen wahnsinnig guten Text schreiben.“ Eine gut gefütterte, also mit ausreichend Informationen versorgte KI kann sogar individuelle Stile reproduzieren.

Allerdings – und das wurde im anfänglichen Hype um ChatGPT gerne mal übersehen – macht das die Maschine noch nicht zum Menschen. Erstens geht es nicht ohne Input und zweitens nicht ohne Kontrolle.

Christian Kamp, faz.net, 18.02.2025 (online)

Zitiert: Was man mit Fachjournalisten verliert

Wenn ein Fachmagazin verschwindet, wächst die Gefahr, dass dessen Themen an Sichtbarkeit verlieren. Dies zeigte sich in anderen Medienhäusern, welche die Rubriken für Fachredaktionen strichen. Die journalistischen Spezialkräfte sind dann gezwungen, ihre Vorschläge in den tagesaktuellen Redaktionen durchzusetzen, wo sie Gefahr laufen, den Wettbewerb mit den Politik- und Wirtschaftsjournalisten zu verlieren.

Rainer Stadler, infosperber.ch, 15.02.2025 (online)