Zitiert: Wer etwas Nützliches produziert, hat kein Recht, dafür anderes zu verschmutzen

Wenn ein Unternehmen etwas Nützliches produziert, erlaubt man ihm ja auch nicht, unsere Flüsse zu verdrecken. Man sagt: Ihr könnt kein Blei in unser Wasser mischen, ihr könnt kein Blei in unsere Wandfarbe mischen. Facebook und Youtube verschmutzen die öffentliche Sphäre und…

Zitiert: Wie man Facebook und Google entflechten müsste

So wie der US-Bundesrichter Thomas Penfield Jackson 2000 entschied, dass Microsoft geteilt werden solle in eine Firma, die nur Betriebssysteme herstelle, und eine weitere, die alle anderen „Office“-Applikationen entwickelt, so müssten Google und Facebook zerteilt werden in eine Firma, die verkauft, was die Nutzerln sieht, und eine, die die Verarbeitung der Daten und die Micro-Targeting- Profile anbietet. Damit würde zum ersten Mal der Datensatz einer NutzerIn (aus dem Front-End) ersichtlich. Wir würden eine genormte Schnittstelle kennenlernen und würden auf diese Weise Transparenz gewinnen, die auf keinem anderen regulatorischen Weg sicher herstellbar ist: Nämlich wie unsere Daten tatsächlich transferiert werden und wie der Datensatz aussieht, der unser Persönlichkeitsprofil repräsentiert. Weiterlesen Zitiert: Wie man Facebook und Google entflechten müsste

Dokumentiert: Facebook macht 20mal soviel Gewinn je Mitarbeiter wie Daimler

„Die wertvollsten Unternehmen der Welt machen unfassbare Gewinne. Oft zu Ungunsten der Arbeitnehmer. Die Patente und fehlende Konkurrenz – ermöglicht ihnen das Abschöpfen gigantischer Zusatzerträge. … Microsoft holte aus jedem seiner Angestellten 170.000 Dollar heraus, Alphabet noch 100.000 mehr. Apple kam auf einen Wert von 390.000 und Facebook auf satte 600.000 Dollar Gewinn je Mitarbeiter.“

Zum Vergleich: „So machte vergangenes Jahr das zweitwertvollste deutsche Unternehmen Siemens einen Gewinn je Mitarbeiter von etwa 16.000 Euro, Daimler von 30.000, Bayer kam auf knapp 40.000 und SAP auf 43.000.“

 

Stephan Kaufmann, fr.de, 30.12.2017 (online)

Lesetipp: Die neuen Gatekeeper

„Nach dem Grundsatz, dass ein System von Öffentlichkeit effektiver zu beeinflussen ist, je zentralistischer es organisiert ist, besteht hier ein Problem. Tatsächlich besteht aus wirtschaftlicher und technischer Logik kein Grund, die Totalität dieser Dynamik zurückzudrängen. Nach den immanenten Kriterien der kybernetischen Systeme…

Fünf Konzerne teilen das Internet unter sich auf

„Sie sacken etwa 70 Prozent des Umsatzes von 300 Milliarden Dollar ein, den alle börsennotierten US-Internetfirmen zuletzt gemacht haben. 57 Prozent der Erlöse flossen allein in die Kassen von Amazon und Alphabet. So ähneln die Garagenfirmen von einst längst jenen riesigen Konglomeraten, die im Amerika des frühen 20. Jahrhunderts den Baumwollhandel, den Eisenbahnbau, die Silberminen und die Finanzgeschäfte kontrollierten. Keine Industrie ist mehr vor ihnen sicher“.

 

Claus Hulverscheidt und Kathrin Werner, Süddeutsche Zeitung, 15.11.2015 (Paid Content)