Zitiert: Dokumentarischen Figuren werden allerlei verrückte Abenteuer angedichtet

Es gelingen ja auch sehr gute Filme in dem System. Aber dann sehe ich zum Beispiel eine Serie wie „Freud“, und das hat überhaupt nichts mit Sigmund Freud zu tun. Alles, was Freud geschrieben und entdeckt hat, kommt in dem Film montiert mit Kriminalverbrechen, die in Wirklichkeit gar nichts mit ihm zu tun haben. Die Serie könnte auch „Müller“ heißen statt „Freud“. So was werden wir jetzt öfter sehen, gerade werden Türen geöffnet, den dokumentarischen Figuren allerlei verrückte Abenteuer anzudichten, damit es spannender wird.

Heinrich Breloer, sueddeutsche.de, 15.02.2022 (online)

Zitiert: Ausstattung spielt die Hauptrolle, nicht die Geschichte

Nicht umsonst sehen „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, „Das Damengambit“ oder „Bridgerton“ wie endlose Fashion- und Design-Shows aus, bei denen die Ausstattung selbst die Hauptrolle spielt, jede Phase der Verwandlung markiert. Das Diversity-Feuerwerk soll uns vor allem aber daran hindern, die ökonomischen…

Zitiert: Post-faktisches Fernsehen

Filme und Streaming-Serien, die Geschichte, soziale, kulturelle, biografische Zusammenhänge bewusst für null und nichtig erklären, die eine ahistorische, völlig subjektive Parallelwelt erschaffen, die nur wahr ist, weil man es so will. Man hat keine Verpflichtung gegenüber der Wirklichkeit, man schafft sie sich.…