Zitiert: Ich verstehe Gegenwart nicht ohne Geschichte

Dresden ist für mich auch eine historische Schnittstelle. Entscheidend ist, welche Zusammenhänge wir herstellen. In welchen Zeitrahmen diskutieren wir? Wo steigen wir ein? Vor oder nach dem Ersten Weltkrieg? 1933? Mit dem Bombardement am 13. Februar 1945? Mit dem Wiederaufbau, mit dem…

Zitiert: Film über des Gaulles und Adenauer

Ein ZDF- und Arte-Film über die erste persönliche Begegnung von Adenauer und de Gaulle hat nicht den Mut, sich auf die beiden Männer zu beschränken. […]

Adenauer sprach Französisch, de Gaulle ausweislich mehrerer auf Deutsch gehaltener Reden gut Deutsch, natürlich mit Akzent. Sie konnten sich ohne Dolmetscher in beiden Sprachen verständigen. Für ihr erstes Aufeinandertreffen im sorgfältig gewählten privaten Rahmen dürfte das nicht unwichtig gewesen sein.

Dem ZDF ist es nicht wichtig genug, um heute Abend die tatsächlich existierende mehrsprachige Originalversion des Films zu zeigen oder sie auch nur in seiner Mediathek anzubieten.

Jens Müller, taz.de, 14.09.2025 (online)

Zitiert: US-Säuberungsaktionen im Netz der Geschichte

Wenn US-Behörden damit beginnen, historische Fotos von Frauen, Schwarzen und Schwulen aus dem Netz zu löschen, kommt es jetzt auf Datensicherung an. Gegenarchive müssen aufgebaut werden! […] Anfang März wurde bekannt, dass das Pentagon rund 26.000 Fotos auf den Websites des US-Militärs…

Zitiert: Bilder der Vergangenheit sammeln, um die Geschichten zu retten

Ich glaube, alles, was wir im Iran tun, kann ein politischer Akt sein. Denn wenn sie dein privates Leben kontrollieren, dann kann auch dieses private Leben politisch oder ein Akt gegen die Zensur sein. Für mich hat es damit zu tun, Geschichte zu retten. Denn sie wollen, dass wir vergessen, was wir waren und was wir früher hatten. Wenn du die Bilder dieser Vergangenheit sammelst, rettest du diese Geschichten und Menschen können studieren, was wir waren und wo wir hingehen.

Farahnaz Sharifi, taz.de, 25.02.2024 (online)

Zitiert: Gibt es eine Zeitenwende?

Wer das Heute verstehen will, sollte auch die Vergangenheit kennen. Deshalb kann ich mit dem Begriff der Zeitenwende auch nichts anfangen. Denn das heißt nichts anderes als: Alles ist neu, alles muss neu definiert werden ab diesem Punkt. Ich aber sage: Bitte redet auch darüber, wie dieser Krieg entstanden ist. Ohne dass man gleich automatisch als Demokratiefeind abgestempelt wird.

Landolf Scherzer, berliner-zeitung.de, 25.10.2022 (online)