Zitiert: Interesse an Dokusoaps und Scripted Reality lässt etwas nach

Bei der Nutzung nonfiktionaler Unterhaltung verschoben sich die Gewichte zulasten von Dokusoaps und Formaten mit Scripted Reality. Nach vielen Jahren mit Nutzungsanteilen über 30 Prozent sank er im letzten Jahr auf nun 27 Prozent. Davon profitieren fast alle anderen Unterhaltungsgenre: Musikshows, Satire- und Kabarettshows sowie Quiz und Gameshows. Am stärksten konnten allgemeine Shows ohne besondere kategoriale Zuordnung hinzugewinnen – von 21 auf nunmehr 24 Prozent.

(Camille Zubayr und Heinz Gerhard: Tendenzen im Zuschauerverhalten. Media Perspektiven 3/2019, S. 104, online)

Zitiert: Vergleichbare Entwicklungen in Wissenschaft und Dokumentarfilm?

Die Enthüllungen rund um eine fragwürdige Studie an der Universität Tübingen zeigen: Im Forschungsbetrieb werden Kritik und Zweifel auf erschreckende Weise unterdrückt. …. Die Jagd nach Fördermitteln und die Publikationsflut sind zum Selbstzweck geworden. Es gibt Forscher, die sich damit brüsten, jährlich…

Zitiert: Scripted Dokumentarisches

Erwähnung könnte an dieser Stelle außerdem Dietmar Post verdienen, Co-Autor puristischer Dokumentarfilme wie „Monks – The transatlantic Feedback“ und „Franco vor Gericht“. Ich sprach im September für die evangelisch.de-Medienkolumne vor dem Kinostart dieses Films mit ihm. Da berichtete Post von Ärger ebenfalls mit dem WDR, der eine vereinbarte Fernsehversion dieses Films nicht abgenommen hatte:

„Worum der Streit ging? Post: ‚Es war nicht der inzwischen gewohnte reine Empörungsfilm um geraubte Babys oder der schöne Feelgoodfilm‘, dem Sender habe ‚Emotionalität‘ gefehlt. Sein Film sei ‚weder reißerisch, noch ‚embedded‘, drückt nicht auf die Tränendrüse, sondern erzählt so nüchtern wie möglich.'“ Weiterlesen Zitiert: Scripted Dokumentarisches

Legt die ARD ihren Schwerpunkt beim Dokumentarischen auf das Dokufiktionale?

In einer Presseerklärung der ARD heißt es: Das Erste: Qualität macht den Unterschied – Herausragende Filme und Dokumentationen im Herbstprogramm. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet im Herbst ein fiktionales und dokumentarisches Programm mit besonders vielen Highlights. Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen:…

Zusage aufgehoben: Doch Quotenvorgabe für Dokumentationen im ERSTEN am Montagabend

„Sechs Mal versuchte die ARD in den letzten Wochen, relevante Dokus zu aktuellen Themen nicht am späten Abend zu verstecken, sondern in der Primetime zu zeigen. Die Bilanz von Volker Herres fällt gemischt aus“, berichtet Uwe Mantel auf dwdl.de.

Insgesamt hätten die Dokus hingegen nur 7,5 Prozent Marktanteil erreicht – „a bisserl wenig“, so Herres. Bemerkenswert ist allerdings durchaus, dass die sechs Dokus beim jüngeren Publikum mit im Schnitt über 6 Prozent Marktanteil durchaus in der Nähe des Senderschnitts lagen. … Die Tatsache, dass man zumindest mit einem der Filme das selbst gesteckte Ziel eines zweistelligen Marktanteils erreicht habe, zeige aber, dass es möglich sei.

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