Zitiert: Comedy und Satire können gesellschaftlichen Diskurs fördern

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbieter können und sollten Humor und Komik einsetzen, um deren entspannenden und integrierenden, aber auch bildenden Potenziale zu nutzen. Comedy und Satire fördern den gesellschaftlichen Diskurs. Das gilt aber vor allem da, wo sie nicht zu konfrontativ und nicht zu…

Zitiert: Drei Bereiche erscheinen für die Integrationskraft der Medienöffentlichkeit besonders wichtig

Erstens ermöglicht öffentlich-rechtliche Berichterstattung die Etablierung und Aufrechterhaltung einer gemeinsamen Wissensbasis für die Gesellschaft, auf deren Grundlage dann über Meinungen und Bewertungen gestritten werden kann. Voraussetzung einer solchen Funktion ist, dass die Öffentlich-Rechtlichen sich tatsächlich auch als neutrale, zur Objektivität verpflichtete Instanz…

Zitiert: Ist die Debattenkultur durch Youtuber bedroht?

Merkwürdig, eigentlich müsste die Frage doch lauten, wer außer den digital natives wird denn in Zukunft noch eine wirkmächtige Form der Verständigung und einen unmittelbaren Zugewinn an Informationen bekommen? In den Blogs von „Fridays for future“ bildet sich die politische Opposition in allen Mitteilungsformen ab, vom statistischen und analysierenden Text bis hin zum politischen Manifest. Die Sorge, die alle tragen, ist vielleicht eher die um die analogen Wasserstellen, von denen die meisten von uns immer noch gut und gerne leben.

Hilmar Klute, sueddeutsche.de, 28.06.2019 (online)

Zitiert: Wer sich öffentlich äußert, muss damit rechnen, dass ihm widersprochen wird

Das öffentliche Gespräch gleicht weder einem Seminar noch Salongeplauder. Es lebt nicht allein von Fakten und Argumenten, sondern auch von repräsentativen Auftritten. Positionen werden markiert, Gegner attackiert, verspottet, kritisiert. Wer das abschaffen will, schafft die öffentliche Debatte ab – und erzeugt Stickluft oder Belanglosigkeit. Tellkamp verlangte Respekt, aber Wertung, Spott, Widerspruch, Angriff, Prüfung der Fakten sind die Formen, in denen öffentlich Respekt erwiesen wird.

 

Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 10.03.2018 (online)