Zitiert: Journalismus sollte versuchen, den Diskurs aufrechtzuerhalten

Man muss immer versuchen, den Diskurs aufrechtzuerhalten. Das sehe ich auch als Kernaufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems. Wir werden unter anderem dafür bezahlt, dass wir die Gesellschaft zum miteinander Reden und gemeinsamen Nachdenken bringen. Ich glaube aber auch, dass man sich die Regeln…

Zitiert: Diskriminiert zu werden, macht wütend

Ich finde diese Wut berechtigt. Ich empfinde sie selbst. Weil viele so wütend sind, ist der Ton im Netz so rau, die Geduld am Ende, die Kraft erschöpft. Und manche können und wollen ihre Wut nicht mehr zurückhalten. Es ist die Diskriminierung, die den Diskurs gefährdet. Die gilt es anzuerkennen und zu beenden. Dann würde sich auch die Wut legen.

Alice Hasters, sueddeutsche.de, 23.03.2021 (online)

Zitiert: Corona hat mehr als Klima bzw. Migration den öffentlichen Diskurs dominiert

Die Zahlen von Herrn Eisenegger für die Schweiz, die wahrscheinlich für Deutschland auch in etwa so gelten: Was den Klimadiskurs anlangt, maximal zehn Prozent Anteil in den Nachrichten, was den Coronadiskurs anlangt, 60 bis 70 Prozent in den Spitzenzeiten. Wir sind wirklich in einer Weise bombardiert worden, die den Menschen Angst gemacht haben muss, diese in Panik versetzt haben muss. Und was das wiederum für Folgen hat für die Politik, das müsste man vielleicht doch auch noch mal nachrecherchieren, ob da nicht die Medien und Journalistinnen und Journalisten auch einiges falsch gemacht haben.

Stephan Ruß-Mohl, LESART, Deutschlandfunk Kultur, 02.01.2021 (online)

Zitiert: Corona dominiert öffentlichen Diskurs weitaus stärker als Klima- bzw. Migrationsdiskurs

Die Zahlen von Herrn Eisenegger für die Schweiz, die wahrscheinlich für Deutschland auch in etwa so gelten: Was den Klimadiskurs anlangt, maximal zehn Prozent Anteil in den Nachrichten, was den Coronadiskurs anlangt, 60 bis 70 Prozent in den Spitzenzeiten. Wir sind wirklich in einer Weise bombardiert worden, die den Menschen Angst gemacht haben muss, diese in Panik versetzt haben muss. Und was das wiederum für Folgen hat für die Politik, das müsste man vielleicht doch auch noch mal nachrecherchieren, ob da nicht die Medien und Journalistinnen und Journalisten auch einiges falsch gemacht haben.

Stephan Ruß-Mohl, Deutschlandradio Lesart, 02.01.2021 (online)

Zitiert: Deutschland ist nicht im Griff der 68er

Das ist eine der beeindruckendsten rechten Denkfiguren. Trotz hochdotierter Posten und Publikationsmöglichkeiten in reichweitenstarken Medien hält man die eigene Position für unterdrückt. Prekär arbeitende freie Journalist*innen, Aktivist*innen oder Wissenschaftler*innen werden dagegen als ausgesprochen mächtig phantasiert. Gerade diejenigen also, die zur gesellschaftlichen Elite zählen und für den Status quo, der rechts ist und derzeit ins Autoritäre und Antidemokratische zu kippen droht, verantwortlich sind, halten sich für marginalisiert.

Natascha Strobl, konkret-magazin, 11/2020 (online)