Der 3. Oktober in den Medien: „routiniertes DDR-Gedenken“

Fürs Gedenken an Ereignisse von nationaler Wichtigkeit gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder baut man ein Denkmal oder man richtet einen Feiertag ein. Letzteres gilt für die Deutsche Einheit. Allerdings geht von dem Datum selbst wenig Strahlkraft aus. Nicht selten wird ja an…

Zitiert: Trotz Erneuerung keine gesamtdeutsche Zukunft für das „Ostfernsehen“

Zwischen Ende Oktober 1989 und April 1990 entstehen 39 neue Sendeformate für beide Programme, darunter Magazine wie Klartext (Inland), Meridiane (Ausland) Kaos (Kultur) oder Ozon (Umwelt), die Talksendungen Disput und Donnerstagsgespräch, die – bis dahin undenkbar – live bei aktiver Teilhabe der…

Zitiert: Die Treuhand und die Privatisierung der DDR-Presse

Reformziel im Herbst 1989 war, diese Konzentration und Monopolisierung im Pressewesen zu beenden. Am 21. Dezember 1989 ratifizierte der DDR-Ministerrat den „Beschluß zur Neugründung von Zeitungen und Zeitschriften“. Er unterstützte damit den im Dezember gegründeten Zentralen Runden Tisch und sicherte allen an…

Zitiert: „Die Ostdeutschen akzeptieren sich heute mehr als Ostdeutsche“

Die Ostdeutschen akzeptieren sich heute mehr als Ostdeutsche. Es gab eine Zeit, da versuchten viele Leute das zu verbergen. Da sagte ein Ost-Berliner nicht, er käme aus Ost-Berlin oder aus der Hauptstadt der DDR, da gab er sich lediglich als Berliner zu erkennen. Inzwischen gibt es da ein anderes Selbstbewusstsein. Aber das rührt auch fatale Geschichten auf. Immer sind es die Armen, die auf die Ärmsten einschlagen, das ist eine uralte Erfahrung. Und die AfD macht sich das zunutze. In Havelberg liegt die Partei auch etwa bei 25 Prozent. Was dabei vergessen wird: Fast das gesamte Führungspersonal dieser Partei stammt aus dem Westen.

Christoph Hein, Berliner Zeitung, 09.03.2019 (online)

Zitat: Kohls Vertraute in der Medienpolitik

„Bernd Neumann, damals Medienbeauftragter von Kanzler Johl, hat Mühlfenzl installiert, um als Mann des Westens das Fernsehen und den Rundfunk der DDR abzuwickeln. Kohl als Vertrauter Kirchs wollte das so. Mühlfenzl aber hätte von der Volkskammer gewählt werden müssen.“

 

Christoph Singelnstein im Interview mit Ulrike Simon

 

Medium Magazin, 3.11.2014