Zitiert: Algorithmen und Künstliche Intelligenzen fressen die Demokratie

Ich sehe Algorithmen und Künstliche Intelligenzen als Bedrohung, weil es für Internetplattformen keinen Anreiz gibt, Konsumenten als etwas anderes als Treibstoff zu sehen. In Ermangelung staatlicher Eingriffe fressen Algorithmen und Künstliche Intelligenzen Stück für Stück die Demokratie und den freien Willen auf.     

Roger McNamee, horizont.net, 24.09.2019 (online)

Zitiert: Die Mär von „Social Bots“

Die Idee eines Computerprogramms, das sich in aktuelle politische Diskussionen einmischen kann und dort kaum von einem Menschen unterscheidbar sein soll, scheint beim aktuellen Stand der Technik im Bereich der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ doch eher überraschend. Schon mit einer unfallfreien Terminvereinbarung stößt…

Zitiert: Es braucht eine Gegenöffentlichkeit, die die Gleichgewichte wieder herstellt

Die smarten digitalen Agenturen sind in der Lage, unsere Wünsche schneller zu verstehen, als wir sie in uns erzeugen. Da sitzen wir als Roboter davor. Ausgeleert. Wenn Algorithmen so mächtig sind, müssen wir an einer Gegenöffentlichkeit bauen, die die Gleichgewichte wiederherstellt. Vor allem muss man das Selbstbewusstsein der Produktionssphäre aufrechterhalten, wenn sich sonst alles in Informatik auflöst. Wir brauchen menschliche Arbeit in der Gesellschaft. Wir müssen die schwierigere Arbeitswelt verteidigen gegen die Verteilerwelt.

Alexander Kluge: Im Netz gibt es keine Öffentlichkeit. In: epdmedien 70 Jahre Sonderheft, S. 8

Dokumentiert: Wie können Empfehlungssysteme zur Vielfalt von Medieninhalten beitragen?

Der Erfolg von Google, Amazon oder Netflix beruht auch auf dem Einsatz algorithmischer Empfehlungssysteme. • Für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten ist es eine strategische Frage, ob und wie sie solche Systeme einsetzen. • Die Bildung fragmentierter „Filterblasen“ und „Echokammern“ durch den Einsatz von Empfehlungssystemen…

Zitiert: Im Internet ist eine Art automatisierter Kapitalismus entstanden

Maschinen, die für sich selbst arbeiten, bis jemand kommt und eingreift. Die Mittel, diese Belohnungssysteme auszubeuten, sind fest in dieser Maschine verdrahtet, werden gar von ihr begünstigt. Es wird produziert, wonach der Algorithmus verlangt. Das nächste Schlupfloch ist mit Sicherheit schon gefunden.

Michael Moorstedt, Süddeutsche Zeitung, 12.03.2018 (online)