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Zitiert: Viele Radio-Programme hätte man vor 20 Jahren als düstere Radioprogrammparodie empfunden

Radio ist für mich das Sinnlichste aller Medien. Es kann bodenständiger und gehaltvoller als Fernsehen sein, es ist entspannter und im Idealfall detailverliebter als andere Medien (…) Ich bin fasziniert von dem, was in den Sechzigern und Siebzigern in der Radiolandschaft passiert…

Zitiert: Reduktion des Journalismus soll Nachdenken verhindern

Tatsächlich geht es nicht darum, ob ein Ministerpräsident nun dies tut oder das oder ob ein Virologe recht hat oder nicht. Sich darauf zu fokussieren, ist eben genau die Reduktion auf ein gedankliches Minimum, die die Diskussion über die notwendigen Veränderungen verhindert. In vielem scheinen diese Art von medial aufgebauschten Geschichten genau dieses Ziel zu verfolgen – zu verhindern, dass die Menschen nachdenken und Dinge anders machen könnten.

Georg Diez, taz.de, 27.05.2020 (online)

Zitiert: Plattformen können keinen zwingen, etwas zu glauben

Ich bezweifle, dass Plattformen wie Facebook die Menschen dazu bringen, etwas zu tun oder zu glauben, auch wenn das häufig behauptet wird. Sie können einen Nutzer nicht dazu zwingen, einen neuen Kühlschrank zu kaufen. Die Plattformen können aber sehr gut Menschen finden,…

Zitiert: Index für Bier steigt schneller als für Rundfunkbeitrag

2005 ging Besaufen noch für 7,25 Euro pro Maß. Die Fischer-Vroni nahm 2019 satte 11,70 Euro. Der Rundfunkbeitrag – früher die Rundfunkgebühr – lag 2005 bei 17,03 Euro. Für 15 Jahre macht das einen Index von 1,61 beim Bier und 1,02 beim Rundfunk. Würde man letzteren Beitrag entsprechend dem Bierpreis erhöhen, läge er heute bei 27,42 Euro.

Die Union-Abgeordneten können sich also entscheiden, was ihnen teurer ist: zwei Maß auf der Wies’n oder einen Monat Information, Kultur, Unterhaltung bei ARD und ZDF.

Steffen Grimberg, taz.de, 12.5.2020 (online)

Zitiert: Erfolgreiche Paid-Content-Strategie basiert auf Reichweite

Der Rohstoff für Reichweitenwachstum sind frei verfügbare Inhalte. Treiber von Digitalabonnements hingegen sind kostenpflichtige Inhalte. Hier ist ein Zielkonflikt und ein Optimierungsproblem. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Branche in den kommenden Monaten gute journalistische Inhalte noch entschlossener bepreisen sollte.

Markus Hofmann, kress.de, 28.05.2020 (online)