Zitiert: Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen im TV?

Auf meinen Bereich bezogen heißt es oft: Das ist ja nur Kinderfernsehen. Das ärgert mich, Kinder werden viel zu oft unterschätzt – und Medienangebote für sie gleich mit. Dazu kommt: Kinder sind kein Genre! Das ist doch kein anderes Fernsehen. Sie sind einfach nur ein anderes Publikum. Natürlich muss man auch für sie eine spannende Geschichte erzählen, müssen Inhalte Substanz haben. Das Erfolgsrezept unserer Sendung ist, glaube ich, dass wir als neugierige Menschen versuchen, einem Thema nahezukommen. Ich bin kein Kind, und es wäre auch komisch, wenn ich so tun würde, als wäre ich eines. Ich stelle mich nicht dümmer, als ich bin. Wenn ich bei einer Zahnärztin drehe, frage ich nicht: Warum muss man denn Zähneputzen? Ich sage: Kannst du mal erklären, was Zahnpasta genau macht? Das ist ein feiner Unterschied. Kinder fühlen sich bei uns nicht für blöd verkauft. Hoffe ich zumindest.

Tobias Krell, sueddeutsche.de, 29.01.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)