Sinnvoller als ein einfaches Label für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Medieninhalten wäre, Journalismus und journalistische Arbeitsweise zu erklären und transparent zu machen.
KI sei im Medienbereich „kein Sonderfall“ mehr und nicht mehr als solcher zu behandeln, findet Schell. Medien müssten leicht zugänglich und niederschwellig offenlegen, wofür die KI einsetzen und wofür sie das ausschließen.
Die Formel für KI-Einsatz bei der APA umreißt sie so: Generative KI sei kein Recherchewerkzeug, man könne ihr auch keine genuin journalistischen Aufgaben überlassen: „Ausgangsbasis ist stets intellektuell/redaktionell/menschlich erstellter Journalismus.“ Und: „Journalismus an die Maschine zu delegieren und APA-Journalistinnen und -Journalisten nur mehr als Gegenleser der KI zu beschäftigen wäre ein gravierender Konflikt mit unseren Grundwerten und unserem Auftrag.“
KI-Einsatz ist aus ihrer Sicht zu kennzeichnen, wenn wesentliche inhaltliche oder gestalterische Entscheidungen von Maschinen übernommen werden. […]
Wer heute auf einem Panel noch Medienkompetenz das Wort rede, habe etwas verpasst: „KI-Kompetenz ist die neue Medienkompetenz“, hält Schell fest.
Katharina Schell, derstandard.at, 11.03.2025 (online)