Zitiert: Pauschale Aussagen stimmen meist nicht

Als Fazit lässt sich festhalten, dass wir noch zu wenig über die Auswirkungen von Migration auf Kriminalität wissen, vor allem für Deutschland. Aber durch das, was wir wissen, sollten wir sehr vorsichtig und zurückhaltend mit der Behauptung sein, Zuwanderung erhöhe die Kriminalität. Die bisherigen Erkenntnisse unterstreichen, dass diese Aussage so pauschal nicht stimmt.

Was wir jedoch wissen: Deutschland ist in den letzten 20 Jahren ein sichereres Land geworden, es gibt heute weniger Kriminalität und schwere Straftaten. Und: Nicht Hautfarbe, Religion oder Herkunft sind die Ursachen für Kriminalität, sondern sozioökonomische Faktoren, fehlende Perspektiven und eine schlechte Integration.

Woher kommen also die Ängste und Sorgen zu steigender Kriminalität insbesondere im Zusammenhang mit Migration? Studien für andere Länder zeigen, dass ein nicht unerheblicher Teil durch die Medienberichterstattung verursacht wird. Menschen fühlen sich unsicher – und diese Unsicherheit wird durch eine Berichterstattung verstärkt, die besonders Gewalttaten von Zuwanderern in den Mittelpunkt stellt.

Marcel Fratzscher, zeit.de, 15.03.2025 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)