Zitiert: Journalismus wird Wissenschaft und Medien nicht gerecht

Das Wichtigste ist sicherlich, dass sich die Finanzierungsbasis total verschlechtert hat. Im Journalismus generell, und das gilt natürlich insbesondere für Wissenschafts- und Medienjournalismus. Denn es herrscht ja im Journalismus der Glaube vor, dass das Wichtigste überhaupt der Politikjournalismus ist und das zweitwichtigste der Sportjournalismus, und alles andere fällt irgendwie dann schon tendenziell hinten runter, obwohl wahrscheinlich die Prioritäten der Leserinnen und Leser und der Mediennutzerinnen und -Nutzer durchaus andere sein könnten. Und wenn man einen Moment mal einfach nur darüber nachdenkt, wie stark Wissenschaft unseren Alltag und unser Leben prägt, ebenso wie die Medien, dann wäre es einfach naheliegend zu sagen, ja, das ist mindestens genauso wichtig wie Politikberichterstattung. Und sicherlich wichtiger als Sportberichterstattung. Aber in der Richtung überhaupt nur nachdenken, scheint im Journalismus relativ schwierig zu sein. Da wundere ich mich manchmal, wie letztendlich doch gedankenlos man das bestehende System akzeptiert, obschon es ja schon gravierende Mängel hat.

Stephan Russ-Mohl, ejo-online.eu, 18.02.2025 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)