Die Bundesregierung nimmt zur Kenntnis, dass sich die DW vorrangig. an junge, gebildete und urban lebende Akteurinnen und Akteure der politischen und gesellschaftlichen Meinungsbildung richtet. Eine gezielte Ansprache junger Menschen erscheint mit Blick auf die demografische Struktur vieler Zielregionen der DW grundsätzlich nachvollziehbar. Die zusätzliche Fokussierung auf einen hohen Bildungsgrad und einer städtischen Lebensweise sollte aus Sicht der Bundesregierung jedoch nicht dazu führen, dass die DW vorrangig solche Menschen erreicht, die ohnehin eine hohe Affinität zu internationalen Informationsangeboten haben.
Die Bundesregierung hält es daher für erforderlich, die Zielgruppenansprache breiter anzulegen. Maßgeblich sollte nicht allein sein, welche Zielgruppen besonders leicht erreichbar sind oder eine besondere Multiplikatorenfunktion erwarten lassen. Es sollten auch jene Menschen adressiert werden, die weniger geneigt oder in der Lage sind, aktiv nach den Angeboten der DW zu suchen. Auch wenn die Ansprache solcher Zielgruppen aufwendiger sein sollte und besondere Anforderungen an die Aufbereitung und Zugänglichmachung journalistischer Inhalte stellen mag, sollte die DW diese Zielgruppen nicht aus dem Blick verlieren. Die Bundesregierung regt daher eine Ergänzung der Aufgabenplanung dahingehend an, mit welchen Formaten und Verbreitungswegen dies umgesetzt werden kann.
Stellungnahme der Bundesregierung zum Entwurf der Aufgabenplanung der Deutschen Welle 2026 bis 2029, 04.06.2026 (online)

