Der BR mit seinen 5200 Mitarbeitern und Erträgen von 1,1 Milliarden Euro pro Jahr ist nicht nur im eigenen Programm auf Selbstsuche. In der vergangenen Woche musste er auch noch massive Kritik vom Rechnungshof einstecken, wegen undurchsichtiger Vergabe von Berateraufträgen, mangelnder Kostenzuordnung, teurer Altersversorgung in den Jahren 2016 bis 2020, bilanziert wurden auch steigende Chefgehälter. In den Stellungnahmen des BR hört es sich jetzt manchmal so an, als hätte der BR unter dem damaligen Intendanten Ulrich Wilhelm nicht mehr viel gemeinsam mit dem Sender unter Nachfolgerin Katja Wildermuth, die im Februar 2021 antrat. Ein Sprecher verweist unter anderem drauf, dass Bezüge für Intendantin, Geschäftsleitung und Führungskräfte abgesenkt worden seien (Wildermuth bekommt 340 000 Euro), die Pensionslasten gesenkt wurden. Der BR habe wichtige Weichenstellungen vorgenommen, erklärt ein Sprecher zum Rechnungshofbericht.
Claudia Tieschky, sueddeutsche.de, 25.9.2022 (online)
Pressemitteilung des Bayrischen Obersten Rechnungshofs (online)
vollständiger Bericht des Bayrischen Obersten Rechnungshofs (pdf)