Zitiert: Ex-CDU-Politiker Nooke klagt gegen Deutschlandradio

Der frühere CDU-Politiker und DDR-Bürgerrechtler Günter Nooke geht mit Unterstützung des von ihm gegründeten Vereins „Informationsqualität“ vor Gericht per einstweiliger Verfügung gegen die Programmreform des Deutschlandfunks vor. Er hat vor dem Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag gegen das Deutschlandradio gestellt (Az. 6 L…

Zitiert: Soll man aus Filmen alles entfernen, was weh tut?

Auf Drängen von Nastassja Kinski hat Wim Wenders aus seinem Film „Falsche Bewegung“ eine Szene getilgt, die sie halbnackt als Dreizehnjährige zeigt. Jetzt fragt sich die Deutsche Filmakademie, was daraus in Zukunft folgt. […] Das war ein Fehler, findet die Regisseurin Jutta…

Zitiert: Die zwei Welten des MDR – Regionalmarketing schlägt Journalismus

Der MDR-Intendant kann es sich nicht erklären: Einerseits genießt sein Sender immer noch hohe Akzeptanz. Andererseits gewinnt bei der Wahl in Sachsen-Anhalt eine Partei, die den MDR abschaffen will. Dabei muss man nur ins Programm schauen, um diesen Widerspruch zu verstehen. […]…

Zitiert: Der Grund für KI-Nationalismus

Die Chefs der großen Tech-Unternehmen haben sich den KI-Nationalismus ausgedacht, um gegen staatliche Regulierung zu argumentieren. Dahinter liegt die Behauptung, dass wir uns – ähnlich wie beim Wettrüsten im Kalten Krieg – heute in einem neuen Wettlauf um künstliche Intelligenz befinden, vor allem mit China. Nur geht es ihnen nicht um die Souveränität des Nationalstaats, sondern die ihrer eigenen Macht. Sie stellen sich als diejenigen dar, die die Zukunft der menschlichen Zivilisation und des Planeten sichern. Deshalb sollen sich ihnen alle nationalen Regierungen unterordnen.

Jill Lepore, sueddeutsche.de, 30.09.2026 (online)

Zitiert: Die Quotenfixierung ist auch aus professioneller Sicht falsch

Quotenerfolge lassen sich nicht am Reißbrett planen. Da kann man sich noch so sehr bemühen, mit der Mediennutzertypologie des Markt- & Sozialforschungsinstituts GIM Produkte passgenau auf Zielgruppen zuzuschneidern. Auch lässt es sich mit einer Schere im Kopf schlecht schreiben, vor allem, wenn gleich eine ganze Heerschar mitschnippelt – ein Drehbuch geht in einem Sender durch etliche Hände. Filme, über die man eine Woche nach Ausstrahlung noch nachdenkt, schafft man auf diese Weise nicht. Die werden anderswo gemacht. Wodurch sich der ÖRR auf Dauer sein eigenes Grab schaufeln wird.

Karlotta Ehrenberg, taz.de, 04.10.2026 (online)