Rundfunkbeitrag (V): Alles, was ARD und ZDF machen, geschieht auf gesetzlicher Grundlage

Sachsens Staatskanzleichef Johannes Beermann erklärte im Sächsischen Landtag, wie er in drei Schritten zu größeren Beitragssenkungen kommen will. Zum ersten soll ein Teil der der aktuellen Mehreinnahmen zu einer Beitragssenkung zu nutzen. Er brachte hier 50 Cent ins Gespräch. Zum zweiten sei zu prüfen, ob man „Unwuchten“ korrigieren müsse. Zum Dritten könnten einige Ergebnisse der Arbeitsgemeinschaft Beitragsstabilität genutzt werden, den Beitrag weiter zu senken. In diesem Zusammenhang verwies er auf „aufwendige Digitalkanäle, teure Sportübertragungsrechte oder Kultureinrichtungen der Sender. Diese seien auf den Prüfstand zu heben.

 

Hans-Peter Siebenhaar behauptet im Handelsblatt (19.12.), dass ARD und ZDF bisher von einem „Automatismus steigender Rundfunkgebühren“ ausgingen. „Dieses ungeschriebene Gesetz hat das autonome Gebührengremium KEF nun erstmals ausgehebelt.“ Das habe Folgen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Zeiten „von noch mehr Fernsehsendern und Radioprogrammen und so vielen Internetangeboten … sind damit passé.“

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Zitat: ARD und ZDF verlangen beim Film in weniger Zeit gleiche Qualität

Hannelore Hoger: „Als wir mit „Bella Block“ abfingen vor 20 Jahren beim ZDF, hatten wir 35 Drehtage bei der Produzentin Katharina Trebitsch. Dann wurden es langsam weniger bei der UFA, bis jetzt mit 24 Drehtagen. Ich weiß, dass es Produktionen gibt, die schon bei 20 Drehtagen sind. Wir sollen in weniger Zeit gleiche Qualität liefern. Das erzeugt Druck. Druck macht Angst und killt die Kreativität. Es geht hauptsächlich auf Kosten des Teams.“

 

Funkkorrespondenz 45/2013, S. 15, zitiert aus FAZ, 1.11.2013

Zitat: Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung

Thomas Stadler: „Würde etwa jemand ernsthaft behaupten wollen, die Versammlungsfreiheit sei am Ende, nur weil sich die Gesellschaft gerade in einer Phase befindet, in der immer weniger Menschen bereit sind, für ihre Überzeugung auf die Straße zu gehen? Wohl kaum. Ebensowenig wird man das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung für beendet erklären, nur weil viele Menschen sich daran gewöhnt haben, ihre Daten bereitwillig preiszugeben.“

 

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Dokumentiert: Zuschauerbefragungen helfen den Fernsehsendern, Serien zu optimieren

„Das ZDF, so Axel Laustroer, verzichte hingegen darauf, Produktionen bewerten zu lassen, die die Erwartungen bei der Ausstrahlung nicht erfüllt hätten. So sei die Serie „KDD“ vom ZDF trotz geringen Zuschauerinteresses fortgesetzt worden. Laustroer: „Es gibt Programme, die dem Image eines Senders…