Die taz zitiert den Spiegel-Reporter Christoph Reuter aus einem Interview, dass er der Internetplattform alsharq.de zur Syrienberichterstattung gegeben hat „Die deutschsprachigen Medien … fahren halt immer wieder auf der Schiene der Ausgewogenheit im Sinne ’die einen sagen das, die anderen sagen das – und man kann es leider nicht überprüfen‘, was eine Bankrotterklärung ist für den Journalismus.“ Journalismus heißt für Christoph Reuter nicht, „dass ich nur Version A und dann B höre und dann gleichwertig präsentiere. Sondern es heißt, dass ich mir alle Versionen anhöre und dann versuche herauszufinden, was wirklich passiert ist.“ Weiterlesen Klick-Tipp: Falscher Journalismus
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Klick-Tipp: Ist das die Zukunft: Flüchtiger Onlinejournalismus?
„Die Flüchtigkeit von Inhalten ist das Grundprinzip von Snapchat. Auch die mehr als 700 Millionen Fotos, Videos und Nachrichten, die vor allem Jugendliche jeden Tag über die App verschicken, werden gelöscht, kurz nachdem der Empfänger sie betrachtet hat. Die Idee, dass auch digitale Inhalte flüchtig sein können, haben inzwischen viele andere Start-ups übernommen.“
Nun will man bei Snapchat mit Medienhäusern zusammenarbeiten, Nachrichten ausspielen. Kann das Snapchat-Konzept auch auf den Online-Journalismus übertragen werden? Entsteht daraus eine neue Form des Onlinejournalismus?
Pascal Paukner, sueddeutsche.de, 21.08.2014
Zitat: ARD und ZDF messen sich selbst mit anderem Maßstab
„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk … tut sich offensichtlich auch schwer damit, die Maßstäbe, die er in seinen Berichten an Dritte anlegt, selbst einzuhalten. Würden sich ARD und ZDF in ihren Magazinen so intensiv um eigene Verfehlungen der vergangenen Jahre kümmern (von der Schleichwerbung über Politikereinfluss bis zum zweifelhaften Tochterfirmengeflecht) wie um die in Wirtschaft und Politik, die Sendezeit reichte nie und nimmer aus.“
Dokumentiert: Sächsische Ministerien auf facebook
Einigen Ministerien ist die Lust auf Facebook schon wieder vergangen. Die Sächsische Staatskanzlei und die Hessische Staatskanzlei haben ihre Kommunikation auf Facebook im Jahr 2012 wieder eingestellt – beide Seiten existieren aber noch. Im Januar 2014 beendete zudem das saarländische Europaministerium und…
Zitiert: Auch die private Information wird zur Ware
Die Wortführer der aktuellen Technologiedebatte geben sich gern innovativ und revolutionär, sind aber weder das eine noch das andere: Schon mit dem Grundgedanken, dass Information eine Ware sei, stehen sie fest auf dem Boden des neoliberalen Paradigmas. Schließlich dient auch die Informationstechnologie dem Zweck, Zeit zu kaufen.
Statt einfach hinzunehmen, dass Informationen Warencharakter haben, könnte man sie auch nicht ökonomisch – zum Beispiel als Gemeingut – auffassen.
