Zitiert: Beitragserhöhung nur dann, wenn auch Qualität ohne Quote möglich ist

Die Formel der ARD und des ZDF darf eben nicht wie bei der Konkurrenz lauten: Qualität oder Quote, sondern Qualität und Quote und im Zweifelsfall auch Qualität ohne Quote. Dafür und nicht als Startgeld beim Rattenrennen sind die Einnahmen durch Gebühren gedacht. Nur wenn das garantiert wird, darf über eine Erhöhung der Rundfunkgebühren überhaupt erst nachgedacht werden.

 

Michael Jürgs: „Schmunzeln, bis die Anstalt kracht“, FAZ, 27.9.2011 (online)

 

Zitiert: Zum „Medienberichtchen“ der Bundesregierung

Der einzige etwas konkretere Vorschlag für eine „zeitgemäße Medienordnung“ ist ausgerechnet der, einen Medieninnovationsfonds zu schaffen, „durch den ein Teil des Rundfunkbeitrages auch für die Finanzierung unabhängiger privater Medienproduktionen eingesetzt wird“. Diese Idee geistert schon seit Jahren durch die medienpolitischen Debatten, allerdings…

Zitiert: Nachrichtenredaktionen passen Realität den Sendeplänen an

Jede Stunde drei bis fünf Minuten im Radio, um 20 Uhr 15 Minuten im Fernsehen, rund um die Uhr in Nachrichtenkanälen – wir müssen füllen. Wir passen die Realität da draußen an unsere Sendepläne an. Jeden Tag gibt es scheinbar – das suggerieren wir unseren Nutzern – gleich viele wichtige, relevante Nachrichten. Aber das ist – mit Verlaub – Quatsch. Niemand steht regelmäßig fünf Minuten am Gartenzaun, um sich mal Wichtiges und mal weniger Wichtiges zu erzählen. Hauptsache fünf Minuten. Weiterlesen Zitiert: Nachrichtenredaktionen passen Realität den Sendeplänen an

Alexander Kluge: Im Fernsehen gibt es mehr Kriminalität als in der Gesellschaft

„Im Moment haben Sie eine Fehlentwicklung. So viel Kriminalität wie derzeit in den Krimis durchdekliniert wird, gibt es in der Gesellschaft gar nicht. Das ist die Anpassung an angebliche Zielgruppen. Eine Zielgruppe ist nichts Wirkliches.“ An einer anderen Stelle kritisiert er: „Die…

Zitiert: Das Tagesgeschäft für die Produzenten dominieren die Fernsehsender, nicht die Streaminganbieter

Laut Produzentenstudie liegt das Produktionsvolumen im Gesamtmarkt bei etwa 2,5 Milliarden Euro. Den Anteil der Streamingdienste schätze ich – wenn auch wachsend – derzeit auf etwa fünf Prozent. Im Umkehrschluss heißt das: 90 bis 95 Prozent des Auftragsvolumens gehen auf die etablierten…