Dokumentiert: Gabriele Röthemeyer über Fernsehen als Gesellschafter der Filmförderanstalten

Nach 18 Jahren als Geschäftsführerin der MFG Filmförderung des Landes Baden-Württemberg ging Gabriele Röthemeyer in den Ruhestand. Im „Abschlussinterview“ mit Blickpunkt:Film äußerte sie sich auch zum Einfluss der Sender auf die Filmförderanstalten. „Man musste immer um Verständnis für die Filmpolitik des Landes…

Zitat: Warum die Quotenmessung die Realität nicht abbilden kann

„Das Problem der Abhängigkeit der Quote von den jeweiligen fernsehenden Personen verdeutlichten Frank Aischmann und Gregor Streiber durch ein witziges Interview mit Josef von Westphalen. Wenn durch „Zufall“ ausgerechnet ein aufmüpfiger Satiriker GfK-Panelmitglied – und somit zum Guerillazuschauer – werden kann: Wer…

Zitat: „Germany’s Gold“ und Jugendkanal

„Der Plan, gemeinsam eine Internetplattform unter dem bizarren Titel „Germany’s Gold“ zu betreiben, wurde 2013 von ARD und ZDF endgültig begraben, nachdem das Bundeskartellamt Bedenken angemeldet hatte. Auf dieses Problem hätten die Strategen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens schon 2012 aufmerksam werden können, als das Kartellamt mit gleicher Begründung ein ähnliches gemeinsames Vorhaben der RTL-Gruppe und der Pro Sieben Sat 1 Media AG blockiert hatte. Gipfel der Idiotie: Auf der Plattform Germany’s Gold hätten die Gebührenzahler, oder besser: die Beitragszahler, für Sendungen, die sie mit ihrer Gebühr, recte: Abgabe, bereits bezahlt haben, noch einmal zahlen müssen, um sie anzuschauen. Stratege im öffentlich-rechtlichen System sein, das heißt: Nichts sehen, nichts hören, nichts denken, aber tolle Titel erfinden: „Germany’s Gold“.

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Hinterfragt: Die beste Methode, das TV-Programm zu ändern

„Die beste Methode, das TV-Programm zu ändern, ist nicht, einem Moderator mittels einer wohlfeilen Petition zu bestätigen, dass er kontroverse Sendungen macht. Sondern nicht einzuschalten. Fernsehen ist das einzige Thema, bei dem man mit Wegschauen am meisten erreicht.“ So Klaus Raab auf…

Dokumentiert: Stört die zeitgleiche Videoveröffentlichung den Erfolg der TV-Ausstrahlung?

Ich versuche bei meinen TV-Projekten sogar, die Home-Entertainment-Auswertung noch vor der TV-Ausstrahlung zu schaffen, gern auch nicht nur ein paar Tage. Das Beispiel „Weissensee“ hat doch gezeigt, dass dies funktioniert  und die TV-Quote nicht unter einer vorherigen Videovermarktung leidet. Auch bei meinem letzten Projekt, „Das Adlon“, war zumindest eine DVD-Bestellung vorher möglich und landete zeitgleich zur Ausstrahlung in den Briefkästen. Prompt waren wir eine Woche vor TV-Ausstrahlung auf Platz 1 bei amazon.de. Das schafft man mit einer nachgelagerten Videovermarktung sehr viel schwieriger.“

 

Oliver Berben, Blickpunkt:Film, 50/2013, S. 11