Regionale TV-Werbung schon wieder vor dem Aus

Im 17. Rundfunkänderungsstaatsvertrag, in dem es um die Reform der ZDF-Gremien sowie die Transparenz im Sender gehen soll, soll nun auch noch ein Verbot für regionalisierte TV-Werbung aufgenommen werden. Dieses Verbot soll gerichtsfest sein, da sich im Dezember ProSiebenSat.1 dieses Recht erstritten…

Trennen sich ARD und ZDF in der Werbezeitenvermarktung?

„2008 hatten die ARD Werbung Sales & Services GmbH (AS&S) und das ZDF Werbefernsehen eine gemeinsame Vertriebstochter gegründet, die ARD & ZDF Fernsehwerbung GmbH. Ende vergangenen Jahres hat das Zweite den Kooperationsvertrag zu Ende 2015 gekündigt. Das ZDF wünscht sich bessere Konditionen. Hintergrund ist die höchst unterschiedliche Entwicklung (Marktanteile) der Vorabendprogramme beider Sender.“ So Kai-Hinrich Renner im Handelsblatt.

Dokumentiert: Owned Media versus Paid media

„Owned Media steht für Kanäle, die von Firmen bereitgestellt werden: Kundenmagazine, Homepages, Social-Media-Auftritte. Das Gegenstück ist Paid Media, also Zeitungsanzeigen, Werbebanner im Internet, TV-Spots. Laut einer McKinsey-Studie von 2012 wird die deutsche Wirtschaft ihr Budget für bezahlte Werbeplätze bis 2015 nur um 0,7 Milliarden Euro steigern, jenes für eigene Informationskanäle aber um 4,5 Milliarden Euro. Warum soll man dann noch herkömmliche Werbung schalten, deren Effekt sowieso fraglich ist, wenn man die Geschichten selber kreieren und verbreiten kann, man also zum Medienakteur werden kann?“ fragt Christof Gertsch in der NZZ (16.12.2014)

 

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Virale Werbung

„In der digitalen Welt gibt es keinen Mangel an Inhalten mehr (diese sind im Überfluss vorhanden), es mangelt an Aufmerksamkeit. Wirtschaftlicher Erfolg lautet hier: diesen Mangel bekämpfen …

Reklame will heute nicht mehr nur auf- und gefallen, sie will auch noch weitergereicht werden. Wie ein Schnupfen will sie den Zuschauer nicht nur anstecken, sondern auch ansteckend machen. Der Konsument soll selber zum Werbetreibenden werden. …  Dass ein Spot kopiert wird, wäre früher Anlass für einen Urheberrechtsstreit gewesen.“ Heute akzeptiert man dies und freut sich darüber. Weiterlesen Virale Werbung

Dokumentiert: Wie Medienvermarkter die Werbeblockierung verhindern wollen

„Ein denkbares Szenario: Ein Surfer, der etwa auf Bild.de die Banner blockiert hat, könnte dort zunächst per Einblendung aufgeklärt und gebeten werden, die Werbung zuzulassen, um weiter die Finanzierung seiner Lektüre zu sichern. Wenn das nicht hilft, könnte er vor die Wahl gestellt werden, fürs Lesen zu bezahlen oder sonst eben auch die begehrten Inhalte blockiert zu bekommen.

Und damit er nicht auf Spiegel Online ausweichen kann, müsste er auch dort identifiziert und nahtlos streng empfangen werden. Dies könnte auf eine Websiteübergreifende Flatrate für Werbeverweigerer hinauslaufen.“

 

Roland Pimpl auf horizont.net