Zitiert: Anspruch, „Vierte Gewalt“ zu sein, ist eine Grenzüberschreitung

Halten wir uns den Spiegel vor: Der erste Blick in all die Umfragen und Studien könnte uns beruhigen. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung sieht weiterhin die Tageszeitungen und die öffentlich-rechtlichen Medien als seriöse Quellen und hilfreiche Wegbegleiter in allen Diskussionen, die eine lebendige Demokratie mit sich bringt. Diese Zustimmungswerte haben in den vergangenen Jahren auch nur wenig abgenommen, das ist angesichts der wütenden Behauptungen der großen Vertrauenskrise eine gute Nachricht.

Doch in den Detailergebnissen der zahlreichen Studien steckt auch Beunruhigendes. Bei aller Wertschätzung der Leitmedien ist unübersehbar, dass sich zwei Vorwürfe quer durch die Generationen halten, ja sogar deutlicher geworden sind. Weiterlesen Zitiert: Anspruch, „Vierte Gewalt“ zu sein, ist eine Grenzüberschreitung

Zitiert: Medien keine „vierte Gewalt“ mehr  

„Die Kontrolle der Politik durch die Redaktionen ist nichts wert, wenn eine Veröffentlichung keine Folgen hat. Denn die Kontrolle besteht im Wesenskern aus der Furcht der Politik, bei den nächsten Wahlen schlecht abzuschneiden. … Ein gefährliches Ungleichgewicht ist entstanden: die Macht ist beliebt, die kontrollierenden Medien unbeliebt. Zusätzlich zur ohnehin bestehenden Refinanzierungskrise der professionellen Medien. … Welche Macht hat die „Vierte Gewalt“ überhaupt noch in ihrer Eigenschaft als demokratische Kontrolle?“

 

Sascha Lobo, Spon, 13.05.2015

 

Weiterlesen