Zitiert: Folgen der Wiederholungen bei ARD, ZDF und Deutschlandradio für Urheber

Obwohl die Wiederholeritis im ÖRR ein fast schon peinliches Niveau angenommen hat, profitieren Urheber*innen immer seltener davon, dass Ihre Werke mehr als einmal genutzt werden. Durch die Bereitstellung zum Download oder als Podcast sind Zweitverwertungsmöglichkeiten nahezu vollständig ausgefallen, Übernahmen durch andere Sender…

Wieder mal eine Protokollnotiz für bessere Vergütung der Produzenten

Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten forderten schon vor zehn Jahren in einer Protokollerklärung, „dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Bereich Film- und Fernsehproduktionen Unternehmen sowie Urhebern und Leistungsschutzberechtigten ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung der Verwertungsrechte gewähren soll.“ Nun verlangen sie, „die derzeitigen Vertragsbedingungen in einer Weise anzupassen, die der Film und Medienproduktionswirtschaft unter Berücksichtigung einer Rechteverteilung eine angemessene Finanzierung der Produktionen sichert, die sie für ARD und ZDF auch zur Nutzung im Internet liefert.“ Dies kann ja nur heißen, dass ARD und ZDF der Aufforderung aus dem Jahr 2008 nicht entsprechend nachgekommen sind. Sicher, es hat Verbesserungen gegeben. So hat die ARD im Jahr 2015 mit der Produzentenallianz „Eckpunkte für ausgewogene Vertragsbedingungen und eine faire Aufteilung der Verwertungsrechte bei Produktionen für die Genres Fiktion, Unterhaltung und Dokumentation“ vereinbart. Doch offensichtlich hat diese Vereinbarung, bei allen Verbesserungen, noch nicht zu einer „angemessenen“ Vergütung geführt. Dies gilt insbesondere für die Onlinerechte, die in der Protokollnotiz zum 22. Rundfunkändernungsstaatsvertrag gesondert erwähnt werden. Weiterlesen Wieder mal eine Protokollnotiz für bessere Vergütung der Produzenten

Funktion der Medien im Kapitalismus (nach Horst Holzer)

Medien und Kommunikation im Kapitalismus spezifische Funktionen erfüllen. Sie sind eine profitable Anlagesphäre, sie verbreiten ein allgemeines Konsumklima, damit immer mehr Produkte möglichst profitabel verkauft werden können, sie legitimieren die Herrschaft des Kapitalismus als einer Ideologie der grenzenlosen Verwertung möglichst aller Lebensbereiche…

War es vor allem ein strategischer Schachzug von ARD und ZDF, die Olympiarechte 2018 bis 2024 nicht zu erwerben?

In der Öffentlichkeit stellten es ARD und ZDF so dar, dass ihnen 300 Mio. Euro für vier Olympische Spiele zu teuer seien. „ARD und ZDF sollen für die Sublizenzen der Winterspiele 2018 in Pyeongchang und der Sommerspiele 2020 in Tokio maximal 100 Millionen Euro geboten haben. Das US-Unternehmen Discovery soll geschätzte 150 Millionen Euro verlangen. Offizielle Bestätigungen dieser Zahlen gibt es nicht“, berichtete SpOn. „ARD und ZDF haben nach dpa-Informationen für die Sub-Lizenzen von 2018 bis 2024 rund 200 Millionen Euro geboten, das US-Unternehmen Discovery etwa 300 Millionen Euro verlangt. In der letzten Runde sollen sich beide Seiten noch einmal ein bisschen angenähert haben – doch es reichte nicht für eine Einigung“, so das Hamburger Abendblatt am 28.11.2016. Weiterlesen War es vor allem ein strategischer Schachzug von ARD und ZDF, die Olympiarechte 2018 bis 2024 nicht zu erwerben?