Ich habe daraus gelernt, dass es möglicherweise hilft, wenn man wie Herr Döpfner ganz brachial Stichworte wie Nordkorea und Staatsfunk in den Raum wirft. Die Diskussion ist ja aufseiten der Verleger mit einer unglaublichen Heftigkeit geführt worden, während wir uns bei allen Differenzen und Diskussionspunkten, die wir mit den öffentlich-rechtlichen Sendern haben, verbal stärker zurückgehalten haben. Anscheinend muss man doch ein bisschen mehr draufhauen, das ist mir immer noch fremd. Auf der Pressekonferenz waren die Verleger und die Kollegen vom Öffentlich-Rechtlichen. Weiterlesen Zitiert: Was Vaunet-Chef Hans Demmel in der Auseinandersetzung zum Telemedienstaatsvertrag gelernt hat
Schlagwort Staatsfunk
Zitiert: Warum man nicht von Staatsfunk reden sollte, wenn es keinen gibt
Ich habe den Staatsfunk in der DDR selbst kennengelernt. Man muss begreifen, was das heißt, Staatsfunk: personell, strukturell, finanziell und inhaltlich ein Mechanismus, der dafür Sorge trägt, dass man aus den Medien nur das erhält, was mit einer Staats- oder Parteilinie konform ist, alles andere wird ausgeblendet. Es bedeutet, dass man nicht erfahren hat, was in Tschernobyl tatsächlich passiert ist. Das dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorzuwerfen, für den ich mich so engagiere, weil er etwas Besonderes ist und weil ich das andere nie wieder haben möchte – das befremdet mich.
Karola Wille, sueddeutsche.de, 19.12.2017 (online)
