Zitiert: Der Dokumentarfilm verändert sich ständig

Der Dokumentarfilm verändert sich ständig und die Ansprüche an ihn auch. Geblieben ist unser immer schon illusionärer Anspruch, der Dokumentarfilm vermittle Wirklichkeit und Wahrheit. Ja, wenn er ehrlich und aufrichtig und gewissenhaft ist, gelingt eine solche Annäherung an die Wahrheit. Deshalb lastet…

Zitiert: Diversität bei der degeto – in 7 Jahren zum europäischem Durchschnitt

Die Degeto hat sich 2015 verpflichtet, mehr Regisseurinnen zu beauftragen. Mitt-lerweile führt bei einem Viertel der fiktionalen Degeto-Produktionen eine Frau Regie. Natürlich vergehen von der Idee bis zur Umsetzung eines Films Monate bis Jahre, doch 25 Prozent nach sieben Jahren sind wenig – und entsprechen etwa dem europäischen Schnitt: Laut der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle hatten zwischen 2016 und 2020 23 Prozent aller Spielfilme Regisseurinnen.

Kathrin Hollmer, uebermedien.de, 10.5.2022 (online)

Zitiert: Depression war eine gesunde Reaktion auf ein krankes System

Meine Depression war eine gesunde Reaktion auf ein krankes System, ja. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich besser dosiere, Dreh­arbeiten und Interviews begrenze. Also vor allem diese Tage, wo alle sieben Minuten jemand reinkommt und dann so eine Actionfigur Tschirner…

Zitiert: Eine Freiheit, die es nicht mehr gibt

Ich hatte eine Freiheit, die, glaube ich, kein anderer Redakteur in der gesamten ARD hatte. Ich habe Fernsehspiele produziert, Kurzfilme in Auftrag gegeben, war für historische Ratespiele zuständig, konnte Features und Dokumentationen unterbringen. Die meisten meiner für Literatur zuständigen Kollegen in der ARD waren reine Literaturredakteure. Der einzige, der in sieben verschiedenen Genres herumdilettiert hat, war ich.

früherer SFB-Fernsehredakteur Jürgen Tomm, medienkorrespondenz.de, 20.12.2020 (online)

Zitiert – Tatort: In 22 Jahren sieben Drehtage weniger

Sabine Postel: Wir hatten in den guten Zeiten 28 Drehtage. Alle anderen sind auf 24 runtergedampft, und wir sind bei 21. Radio Bremen ist ja ein kleiner Sender. Deswegen lobe ich uns ja immer. Weil wir mit dem kleinsten Budget so gute Sachen machen. …

Die Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert, die Qualität hat sich nicht verschlechtert. Das geht natürlich nur, wenn alle im Team mehr leisten. Anstatt dass man das aber mal honoriert, nach dem Motto, das ist ein Premiumprodukt, da schießen wir jetzt mal ein bisschen was rein, sagt man: Na also, geht doch auch so.

Sabine Postel, Süddeutsche Zeitung, 20.04.2019 (online)