Zitat: Facebooks Aufmerksamkeits-Maximierungs-Strategie

Wer die Suchtgefahr maximieren wolle, müsse die Aktion eines Nutzers (das Aktualisieren einer Webseite, das Öffnen der Facebook-App) mal belohnen, mal ins Leere laufen lassen. „Die Suchtgefahr ist am stärksten, wenn die Belohnungsrate am deutlichsten variiert.“ Wer nicht weiß, wann die nächste Belohnung fällig ist, schaut öfter nach.

 

Hakan Tanriverdi, Süddeutsche Zeitung, 08.06.2016 (online)

Zitiert: Befördern kommerzielle soziale Netzwerke Ablehnungs-Gemeinschaften?

„Das Internet erleichtert also die Entstehung von Ablehnungsgemeinschaften, erschwert aber deren übergreifenden, dauerhaften Zusammenschluss in Bezug auf eine positive Agenda.

jener Algorithmus, der die individuell zugeschnittene Anpassung von Suchergebnissen erlaubt, führt zur Desintegration. Das Netz befördert eine Individualisierung, bei der sich der Netzaktivist in geschlossenen Gesinnungsgemeinschaften bewegen kann. Facebook fordert Counter Speech, also Widerrede gegen Hasskommentare, wohl wissend, dass das Geschäftsmodell auf dem Gegenteil beruht.“

 

Markus Linden, sueddeutsche.de, 6.11.2015, online

Zitat: Warum und wie Twitter und Facebook mit Nachrichten die Wirklichkeit verzerren

Facebook und Twitter geht es aber nicht darum, Informationen zu verbreiten, und auch nicht darum, das Publikum zu bespaßen. Die Internetkonzerne wollen, dass sich die Nutzer so lange wie möglich auf ihren Seiten aufhalten, um Werbeeinnahmen zu generieren. Dass ihnen eine Rolle als bedeutende Medienspieler zuwächst, ist für sie ein netter Mitnahmeeffekt, mehr nicht. Für die Nutzer hat das zur Folge, dass ihre Nachrichten nicht nach Relevanz, sondern ökonomischer Verwertbarkeit gefiltert werden. Der Nutzer sitzt im Silo sozialer Netzwerke und ist manipulierbar.

 

Adrian Lobe auf faz.net, 20.03.2015

 

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Zitat: taz-Leser kommen immer häufiger von Facebook

„Vor eineinhalb Jahren kamen noch 6 Prozent unserer Leser über Soziale Netzwerke, inzwischen sind es 28 Prozent (Quelle: similarweb.com). Im Gegenzug gehen immer weniger Leser auf die Startseite von www.taz.de (41 Prozent statt 50 Prozent) und immer weniger kommen über eine Suchmaschine…

Dokumentiert: Sächsische Ministerien auf facebook

Einigen Ministerien ist die Lust auf Facebook schon wieder vergangen. Die Sächsische Staatskanzlei und die Hessische Staatskanzlei haben ihre Kommunikation auf Facebook im Jahr 2012 wieder eingestellt – beide Seiten existieren aber noch. Im Januar 2014 beendete zudem das saarländische Europaministerium und…