Zitiert: Wie das Konstrukt der “privilegierten Quelle” im Falle der Polizei der Glaubwürdigkeit der Presse schadet

Man denke nur an die NSU-Morde: Nahezu die gesamte Presse zweifelte über Jahre hinweg nicht das rassistische Narrativ der Sicherheitsbehörden über die „Dönermorde“ an. … Es handelt sich bei der privilegierten Quelle um eine aus einigen Urteilen abgeleitete Regel, keine Gesetzmäßigkeit. Es…

Investigativ oder wie einfach es sein kann, einen Scoop zu landen

„Wir haben nämlich einfach mal in den US-Haushaltsplan geguckt. Und da stand drin: die Standorte der US-Atomwaffen in Deutschland werden nachgerüstet. Das war also gar nicht so schwierig – man muss nur drauf kommen, wo man Informationen suchen und finden kann. Und man muss in diesem Seiten- und Zahlenwust natürlich auch das Kleingedruckte lesen, man muss es interpretieren, recherchieren und die Verantwortlichen konfrontieren. Aber so bekommt man eine Geschichte, die weltweit verbreitet wird.“

 

Ilka Brecht, kress.de, 31.05.2016

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Klick-Tipp: Falscher Journalismus

Die taz zitiert den Spiegel-Reporter Christoph Reuter aus einem Interview, dass er der Internetplattform alsharq.de zur Syrienberichterstattung gegeben hat „Die deutschsprachigen Medien … fahren halt immer wieder auf der Schiene der Ausgewogenheit im Sinne ’die einen sagen das, die anderen sagen das – und man kann es leider nicht überprüfen‘, was eine Bankrotterklärung ist für den Journalismus.“ Journalismus heißt für Christoph Reuter nicht, „dass ich nur Version A und dann B höre und dann gleichwertig präsentiere. Sondern es heißt, dass ich mir alle Versionen anhöre und dann versuche herauszufinden, was wirklich passiert ist.“ Weiterlesen Klick-Tipp: Falscher Journalismus