Zitiert: Wo man Manipulations- und Propagandatechniken braucht

Manipulations- und Propagandatechniken braucht man vor allem in Demokratien. In Autokratien kann ich auch einfach befehlen. Aber in Demokratien muss ich überzeugen. Und die Techniken sind viel subtiler und ausgefeilter. Den Menschen soll nicht nur eingeredet werden, was man möchte. Sie sollen auch noch glauben, dass sie das selbst möchten.

Sabine Schiffer, Telepolis, 26.07.2024 (online)

Zitiert: Menschen „noch besser mitnehmen“

Wenn dann Medien (oder auch Politiker wie jüngst Friedrich Merz) die Menschen hierzulande „noch besser mitnehmen“ oder ihnen die – natürlich an und für sich gute sowie richtige – Gesamtlinie „noch besser erklären“ wollen, gerne auch in besonders einfacher Sprache, dann schrillen vermutlich gerade bei etlichen Menschen mit Ost-Hintergrund Wiedererkennungsalarmglocken, im Sinne dessen, was sie (mal wieder) als autoritäre Zumutungen wahrnehmen, nunmehr freilich innerhalb verschärfter kapitalistisch-demokratischer Konkurrenzen.

Sebastian Köhler, berliner-zeitung.de, 18.05.2024 (online, Paid)

Zitiert: Rückkehr von Agitation und Propaganda in staatlichen und privaten Medien

Die innere Zeitenwende beinhaltet weiter, auch weil die Bevölkerung ihren Eliten über weite Strecken der Nachkriegsgeschichte nicht in Aufrüstung und Kriegseinsätze zu folgen bereit war, die Rückkehr einer Agitation und Propaganda in staatlichen und privaten Medien, die – Feindbilder, Siegesgewissheit und Durchhalteparolen…

Zitiert: Ein freies Internet wird immer voller Propaganda sein

Das ist das Prinzip des offenen Netzes, in dem kein Staat die Claqueure und Tarn-Identitäten des anderen Staates kontrollieren kann und soll. Eine freie Gesellschaft muss ohnehin lernen, Lügen von echten Informationen zu unterscheiden. Das ist eine Generationenaufgabe, die sich nicht mit Erpressung und Zwangsübernahmen bewältigen lässt.  (Paid)

Jannis Brühl, sueddeutsche.de, 17.03.2024 (online)