Zitiert: Warum BILD die meisten Presserats-Rügen erhält

Die Vielzahl der Presserats-Rügen, die „Bild“ auch unter Horn zuverlässig sammelt, relativiert die Journalistin: „Wenn Sie 20 Mio Visits am Tag haben, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Sie eine Rüge vom Presserat bekommen, als wenn Sie der ‚Pinneberger Bote‘ sind.“ „Bild“ werde immer die meisten Rügen erhalten, weil das Blatt am häufigsten angezeigt werde. Manche Rügen nehme Horn auch „sehenden Auges“ in Kauf. Als Beispiel nennt sie die „Schnösel auf Sylt“, die „Deutschland den Deutschen“ gesungen haben und die „Bild“ unverpixelt gezeigt hat.

Markus Trantow, turi2.de, 24.06.2024 (online)

Warum unternimmt die Politik nichts gegen Übergriffe auf Journalistinnen und Journalisten

Bleibt angesichts dieser untragbaren Situation die Frage: Wo ist eigentlich der Staat? … Zwei Vorhaben könnten einen Beitrag dazu leisten, jedenfalls etwas Abhilfe zu schaffen. Das erste ist die sehnlich erwartete und seit langem eingeforderte Veränderung der sogenannten „Verhaltensgrundsätze“ zwischen Presse und…

Vor die Wahl gestellt: Kontrolle durch Presserat oder Landesmedienanstalten

Seit Herbst 2020 gibt es eine neue Situation. Der jüngste Medienstaatsvertrag hat eine sogenannte Regulierungslücke geschlossen: Für die Aufsicht über journalistische Online-Medien sind seitdem die Landesmedienanstalten zuständig – es sei denn, sie lassen sich von Selbstkontrollorganen wie dem Presserat kontrollieren. Der Presserat…

Zitiert: Man muss nicht alles veröffentlichen, was erlaubt ist

Nun muss man nicht alles veröffentlichen, was erlaubt ist, und es spricht viel dafür, auf plumpe Beleidigungen zu verzichten und sich klügere Argumente, lustigere Karikaturen, elegantere Angriffe auszudenken. Grundlage auch für feinere Kritik aber ist die Freiheit, auch schlechte Bilder, blöde Witze, pubertäre Fantasien in die Welt schicken zu dürfen. Und wer dafür bedroht wird, braucht Solidarität unabhängig von der Qualität seiner Entgleisungen. Das gilt längst nicht mehr nur für Medienmacher und Karikaturisten, sondern erst recht für alle anderen, die den öffentlichen Raum bevölkern.

Kia Vahland, sueddeutsche.de, 02.09.2020 (online)

Zitiert: Neue Regeln für den Pressekodex – zum Umgang mit der AfD

Wenn Medien entscheiden, wie sie über die AfD berichten, muss ihnen klar sein, dass sie einen demokratischen Auftrag haben. Deswegen schlagen wir neue Regeln für den Pressekodex vor. …. Es ist daher überfällig, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk präzise darlegt, vor dem Hintergrund…