Zitiert: Journalismus unter der „Logik der Polarisierung“

Gerade im Gaza-Krieg ist das essenziell: Journalist:innen werden seit Langem nicht mehr in den Gazastreifen gelassen. Berichterstattung stützt sich zwangsläufig auf Menschen vor Ort, die eigene Perspektiven haben. Aufgabe von Journalist:innen ist es dann, diese Stimmen einzuordnen, nicht zu glätten.

Wer das tut, wird jedoch in einer polarisierten Debatte schnell verdächtigt, „einseitig“ zu sein. Genau hier zeigt sich das zugrunde liegende Muster: In der Logik der Polarisierung kann eine Journalistin nicht gleichzeitig integer, menschenrechtsbewusst und ausgewogen sein. Jede Nuance wirkt wie Parteinahme.

Ann-Kathrin Leclere, taz.de, 03.12.2025 (online)

Zitiert: Ist Social Media von Natur aus asozial?

Zwei Forscher kreieren einen Social-Media-Kanal mit 500 Nutzern und schauen, was passiert. […] Die Studienautoren fanden heraus, dass auch in einer kleinen Simulation eines sozialen Netzwerks drei wesentliche Funktionsstörungen, die soziale ­Medien grundsätzlich hätten, aufträten: ideologische Homogenität, ungleiche Verteilung der Aufmerksamkeit und…

Zitiert: Desinformation und Polarisierungen zielen auf eine affektive Ebene

Wer die Dynamiken von Desinformation und Polarisierungen verstehen und ihnen entgegenwirken möchte, muss diesen affektiven Zusammenhang berücksichtigen. Die faktischen, manifesten Inhalte der Medienbeiträge transportieren implizit Narrative. Diese Narrative sind in sich kohärent, also wenig angreifbar und bieten eine Erklärung für vorhandene diffuse…

Zitiert: Journalismus trägt selbst oft zu Polarisierung bei

Seit Jahren rätseln Medienmenschen, wie man nur dieser fiesen „Polarisierung der Gesellschaft“ beikommen könnte. Sie sitzen dann immer ganz betroffen auf irgendwelchen Podien bei Medien-Tagungen herum, beklagen aufgeheizte Debatten in den Kommentarspalten oder sozialen Medien und fordern, dass es endlich wieder eine…