Zitat: Aufmerksamkeit für Journalismus im Internet – 7 Minuten sollen Verlage retten?

Für Ernüchterung auf beiden Seiten könnte indes dieses Ergebnis der aktuellen ARD-ZDF-Online-Studie sorgen: Von den 45 Minuten, die die Deutschen täglich für internetbasierte Mediennutzung aufwenden, entfallen nur sieben Minuten auf das Lesen von Artikeln. Der Löwenanteil der Aufmerksamkeit gilt Musik, Podcasts und vor allem Videos. Der Verteilungskampf dreht sich also im Grunde nur um diese sieben Minuten. Die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen liest journalistische Angebote im Netz durchschnittlich immerhin 16 Minuten lang. Aber auch das ist – leider – nicht viel.

 

Volker Lilienthal, causa.tagesspiegel.de, 07.12.2017 (online)

BDZV-Chef Matthias Döpfner will, dass Barrierefreiheit in Internetangeboten von ARD und Deutschlandradio reduziert wird

Dass die Verlage dagegen sind, dass selbst Interviews vollständig im Netz abgebildet werden, bestätigte BDZV-Präsident Matthias Döpfner im Interview mit Stefan Koldehoff von Medias res im Deutschlandfunk am 18.12.2017 (online).   Koldehoff: Und wenn unser Interview gleich beendet ist und gesendet dann auch,…

Rechnungshöfe regen Drei-Stufen-Tests ohne externe Marktgutachten an

Ein wesentliches Ergebnis „der Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung des ARD/ZDF-Kinderkanals durch den Thüringer Rechnungshof und den Rechnungshof Rheinland-Pfalz“ ist folgende Feststellung und Anregung: „Im Verhältnis zu den Kosten der einzelnen Telemedienangebote erscheinen die Kosten für die Drei-Stufen-Test-Verfahren, insbesondere für die Gutachten…

Klick-Tipp: Ist das die Zukunft: Flüchtiger Onlinejournalismus?

„Die Flüchtigkeit von Inhalten ist das Grundprinzip von Snapchat. Auch die mehr als 700 Millionen Fotos, Videos und Nachrichten, die vor allem Jugendliche jeden Tag über die App verschicken, werden gelöscht, kurz nachdem der Empfänger sie betrachtet hat. Die Idee, dass auch digitale Inhalte flüchtig sein können, haben inzwischen viele andere Start-ups übernommen.“

 

Nun will man bei Snapchat mit Medienhäusern zusammenarbeiten, Nachrichten ausspielen. Kann das Snapchat-Konzept auch auf den Online-Journalismus übertragen werden? Entsteht daraus eine neue Form des Onlinejournalismus?

 

Pascal Paukner, sueddeutsche.de, 21.08.2014

 

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Dokumentiert: Der „Second Sreen“ wird selten zur „Vertiefung“ des Gesehenen genutzt

Klaudia Wick beschrieb in einem Beitrag für epdmedien (20/2013), wie die Fernsehsender Social TV benutzen können und ging dabei auch darauf ein, wie der Second Screen genutzt wird.

 

 

„Die jüngste, im Frühjahr 2013 veröffentlichte, Anyweb-Studie wies aus, dass unter den Tablet-Usern im Alter zwischen 14 und 49 Jahren jeder Zweite auch im Netz unterwegs ist, während der Fernseher läuft. Der Tablet-PC als jederzeit verfügbarer „Couchtisch-Rechner“ animiere den User regelrecht zu „fernsehbegleitendem Surfverhalten“, erläuterte Anyweb-Geschäftsführer Boris von Hessen diesen Befund. Für Spotvermarkter und Werbetreibende, welche die TV-Plattformen nutzen, um im Sendungsumfeld ihre Produkte anzubieten, ist das hohe Ablenkungspotenzial durch den Second Screen natürlich eine gute Nachricht: Wenn der Onlinehändler Zalando einen TV-Spot bucht, steigt nach eigenen Angaben parallel zur Ausstrahlung die Nutzung der Website für mobile Geräte fast um das Dreifache an. Weiterlesen Dokumentiert: Der „Second Sreen“ wird selten zur „Vertiefung“ des Gesehenen genutzt