Ist eine kostenlose Kurzberichterstattung zu Olympia für ARD und ZDF möglich?

„Der Frankfurter Sportrechtsexperte Stephan Dittl befürchtet, dass vor allem die deutsche Gesetzgebung für ARD und ZDF nachteilig werden kann. Das deutsche Recht auf Kurzberichterstattung sehe vor, dass die Sender mit eigenen Teams in die Stadien gehen und die Wettbewerbe selbst aufzeichnen könnten,…

Wieviel Free-TV muss Eurosport bei der Olympiaübertragung bieten?

Laut Rundfunkstaatsvertrag müssen die Olympischen Spiele im Free-TV gesendet werden. In § 4 heißt es zur Übertragung von Großereignissen:

Die Ausstrahlung im Fernsehen von Ereignissen von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung (Großereignisse) in der Bundesrepublik Deutschland verschlüsselt und gegen besonderes Entgelt ist nur zulässig, wenn der Fernsehveranstalter selbst oder ein Dritter zu angemessenen Bedingungen ermöglicht, dass das Ereignis zumindest in einem frei empfangbaren und allgemein zugänglichen Fernsehprogramm in der Bundesrepublik Deutschland zeitgleich oder, sofern wegen parallel laufender Einzelereignisse nicht möglich, geringfügig zeitversetzt ausgestrahlt werden kann. … Bei Großereignissen, die aus mehreren Einzelereignissen bestehen, gilt jedes Einzelereignis als Großereignis.

 

Damit ist klar: Nicht das IOC entscheidet über die Zahl der Programmstunden, die im Free-TV angeboten werden müssen. Der deutsche Gesetzgeber hat hier schon eine Vorgabe gemacht. Weiterlesen Wieviel Free-TV muss Eurosport bei der Olympiaübertragung bieten?

Bundestagssportausschuss macht zwei Stunden medienpolitisches Trockentraining

Auch nach dem Wechsel der TV-Rechte ab 2018 muss die Berichterstattung von Olympischen Spielen kritisch und investigativ bleiben. Das forderten Sportpolitiker des Deutschen Bundestages vom neuen Rechteinhaber Eurosport/Discovery. „Die Frage ist, ob auch investigativ ermittelt und entsprechend berichtet wird. Die neuen Rechteinhaber müssen beweisen, dass sie in der Berichterstattung die Qualität der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland erreichen“, sagte die Sportausschuss-Vorsitzende des Bundestages, Dagmar Freitag, in einer Debatte des Ausschusses, berichtete gestern der Sportinformationsdienst (SID).

 

Wie erfolgreich kann sie mit dieser Forderung sein? Wieso müssen private Anbieter dieselbe Qualität bieten wie öffentlich-rechtliche? Wollen die Sportpolitikerinnen und Sportpolitiker diesbezüglich den Rundfunkstaatsvertrag ändern? Wie wollen sie die Angebote miteinander vergleichen? Und – was passiert, wenn Eurosport schlechter sein sollte? Muss der Sender dann ein Bußgeld bezahlen? Weiterlesen Bundestagssportausschuss macht zwei Stunden medienpolitisches Trockentraining

ARD und ZDF nehmen Kontakt zu IOC und Discovery auf

Werden doch nicht so viele Millionen Euro freigesetzt, wie viele angesichts des ersten Olympia-Aus von ARD und ZDF annahmen (siehe hier)?

Nach der Olympia-Pleite wollen ARD und ZDF versuchen, sich wenigstens einen Teil der Rechte zu sichern, berichtet Christian Meier auf welt.de.

Und so ist es wahrscheinlich, dass die ganze Sache mit den Olympia-Rechten so ausgehen wird: ARD und ZDF kaufen die Rechte bei Eurosport für Teile der Veranstaltung für dasselbe Geld, dass sie bisher auf den Tisch gelegt haben – nur mit weniger Output. Also: mehr bzw. genauso viel Geld für weniger Leistung. Jede andere Entscheidung wäre eine große Überraschung.

Johannes Beermann kritisiert wieder einmal ARD und ZDF

 

„Trotz guter Beiträge hätte es nach Ansicht von Sachsens Medienminister und Staatskanzleichef Johannes Beermann (CDU) ausgereicht, wenn ein Sender von dem Sportevent berichtet hätte und so auch der doppelte finanzielle Aufwand vermieden worden wäre“, fasst digitalfernsehen.de ein dapd-Interview zusammen.

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