Zitiert: Was Hajo Friedrichs noch geschrieben hat

Es war kein Satz über Journalisten, sondern nur über die Spezialgruppe der Nachrichtenmoderatoren, nämlich eine Antwort auf die Frage, ob es ihn nicht störe, ständig den Tod präsentieren zu müssen. Der Friedrichs-Satz ging danach auch noch weiter: „… nicht in öffentliche Betroffenheit…

Zitiert: Wahrheit im Journalismus

Wahrheit sind die relevanten Fakten, die die Journalisten in einen klugen, informierten Kontext stellen, daraus mehr machen als das bloße Faktum, daraus Erklärungen schaffen, Deutungen über die Welt schaffen.

Tom Schimmeck, @mediares vom Deutschlandfunk, 22.01.2020 (online)

Zitiert: Wenn die Demokratie attackiert wird, dann sollen die Medien nicht neutral sein

Neutralität ist vielfach ein nobles Ziel, denn sie braucht Selbst­reflexion und Disziplin. Aber wenn die Demokratie und der Journalismus attackiert werden, dann sollen die Bürger einer demokratischen Gesellschaft und die Medien inhaltlich nicht neutral sein. … Neutralität wird dann zum Problem, wenn…

Zitiert: Der gröbste Verstoß gegen die Objektivität

Der gröbste Verstoß gegen die Objektivität ist es, wichtige Ereignisse totzuschweigen, unliebsame Meldungen zu unterdrücken oder entscheidende Seiten eines Ereignisses auszublenden. Das waren und sind Methoden in autoritären Systemen, in der Demokratie sind sie allerdings auch nicht unbekannt.

(Dietz Schwiesau/Josef Ohler: Die Nachricht. List, S.35)

Zitiert: Kann Journalismus objektiv sein?

Kurzum: Journalismus ist kein Job in einem Reinraum nackter Informationen und deren objektiver Kanalisierung, sondern eine gesellschaftliche Praxis, auf die viele Faktoren einwirken. Einige können wir selbst beeinflussen. Andere nicht. … Es geht um einen Journalismus, der ehrlich ist beim Reden über sich selbst, darüber, was die Warenförmigkeit von Neuigkeiten, das Rattenrennen um Vorabmeldungen in der täglichen Arbeit bedeuten; wie es bestellt ist um jene „Kooperation bei ungleichen Interessen“, die täglich zwischen PolitikerInnen, Verbänden und JournalistInnen abläuft. Und auch darüber, was die JournalistInnen nach Redaktionsschluss machen und wovon sie beeinflusst sind. Das ist Arbeit und diese nimmt uns keine noch so schön klingende Objektivitätsfiktion ab.

Tom Strohschneider, nd-online.de, 28.12.2013

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