Zitiert: Lange Zeit musste Journalismus nicht neutral sein

Die Vorstellung, dass Journalismus neutral zu sein hat, verfestigte sich erst in der jüngeren Vergangenheit. In der Frühphase des Journalismus im 18. und 19. Jahrhundert waren Zeitungen zumeist entweder direkte Parteiorgane oder zumindest stark politisch gefärbt und meinungsbetont. Erst im 20. Jahrhundert…

Zitiert: Warum Journalismus nicht immer neutral sein kann

Neutralität und davon abgeleitet Ausgewogenheit, Unparteilichkeit und Objektivität als fundamentale journalistische Normen sind an sich durchaus erstrebenswerte Ziele. So legen wir in Demokratien Wert darauf, möglichst alle Stimmen im gesellschaftlichen Diskurs angemessen zu Wort kommen zu lassen. Ein Bekenntnis zu Ausgewogenheit und…

Zitiert: Die Grenzen des Journalismus

Die erste Grenze des Journalismus ist die seines Selbstverständnisses. Das kreist in parlamentarischen Demokratien um Begriffe wie Unabhängigkeit, Neutralität, Objektivität, Unparteilichkeit usw. Diese Selbsterzählungen funktionieren nur durch die Setzung der eigenen hegemonialen Weltansichten als einzige Wahrheit (Demokratie gut, Marktwirtschaft gut usw.). In…

Zitiert: Nichts als die Wahrheit

Seriöser Journalismus stößt an seine Grenzen, wenn Populismus immer radikaler wird. Zahlreiche US-Medien ziehen daraus Konsequenzen und kämpfen gegen das Krebsgeschwür aus Schwindeln, Verdrehen und Beleidigen – in einer Wortwahl, die hierzulande als schwerer Verstoß empfunden würde. Noch. … Selbst die „Süddeutsche“…

Zitiert: der gröbste Verstoß gegen die Objektivität

Der gröbste Verstoß gegen die Objektivität ist es, wichtige Ereignisse totzuschweigen, unliebsame Meldungen zu unterdrücken oder entscheidende Seiten eines Ereignisses auszublenden. Das waren und sind Methoden in autoritären Systemen, in der Demokratie sind sie allerdings auch nicht unbekannt.

Dietz Schwiesau/Josef Ohler: Die Nachricht. List, S.35