Zitiert: Es werden nicht Sender, sondern Ausspielwege gestrichen

Vielen geht es sehr um Symbole und sie wollen zeigen, dass bestimmte Angebote sichtbar wegfallen. Wenn Markus Söder sagt: „Wir streichen fünf von zehn Sendern“, dann stimmt das nur halb. Wir streichen in der Regel nur Ausspielwege. Die Inhalte kommen von Zentralredaktionen, die Kosten bestehen auch für die Mediatheken oder die Hauptprogramme. Am Ende spart man sich gerade mal die Kosten für einen Verbreitungsweg. Ob auch das Programmvolumen sinkt, ist gar nicht gesagt. Hier geht’s nur um das Signal, um das Symbol: „Ich habe etwas eingestellt.“

Carsten Brosda, t-online.de, 24.10.2024 (online)

Zitiert: Verdrängungshypothese unterstellt ein Nullsummen-Verhältnis

Die Verdrängungshypothese unterstellt ein Nullsummen-Verhältnis, bei dem öffentlich-rechtliche Medien zulasten privater Anbieter profitieren. Die akademische Forschung legt aber eine andere Hypothese nahe, nämlich dass öffentliche Dienste als eine Form von Marktaufbereitung dienen können – also nicht einfach eine Nachfrage befriedigen, sondern die…

Zitiert: Online-Nachrichten der tagesschau werden langsamer

ARD-Aktuell-Digitalchefredakteurin Juliane Leopold fürchtet im „Radioeins Medienmagazin“, dass das Online-Angebot der „Tagesschau“ gerade am Morgen „langsamer, flacher und einfach schlechter“ wird, sollten die Länder den Sendungs­bezug enger fassen. Bisher kann die „Tagesschau“ sich auch auf Radionachrichten der ARD aus der Nacht berufen. Müsste man sich auf eigene „Tagesschau“-Sendungen beschränken, würde dies eine Reduzierung des Angebots „von bis zu zwei Dritteln am Morgen“ bedeuten, sagt Leopold.

Juliane Leopold, Radio1-Medienmagazin, 19.10.2024 (online)

Transkript des Interviews (online)

Zitiert: ORF will 3sat beibehalten

Der TV-Sender – ein Gemeinschaftssender von ZDF, ORF, Schweizerischer Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) und ARD, zu dem der ORF 25 Prozent des Programms beisteuere – sei für Österreich wichtig, um nationale Medienproduktionen einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Zudem werde der politische…

Zitiert: Verantwortungsbewusste Medienpolitik

Eine verantwortungsbewusste Medienpolitik sollte also alles tun, die Öffentlich-rechtlichen für die technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen fit zu machen. Dabei gibt es viele, deren sachkundige Hinweise zur Reform unbedingt einbezogen werden sollten: die Mitarbeitenden (die die Öffentlich-rechtlichen tragen), die Gremien (die die Anstalten…