Klick-Tipp: Wege zu einer gemeinwohlorientierten digitalen Medienordnung

Digitale Plattformen prägen heute die Infrastruktur öffentlicher Kommunikation. Sie entscheiden über Sichtbarkeit, Reichweite und Auffindbarkeit von Informationen und beeinflussen damit maßgeblich demokratische Meinungsbildungsprozesse. Diese Machtkonzentration geht mit strukturellen Risiken einher: algorithmische Selektion, ökonomische Anreizlogiken und monopolartige Marktstrukturen verengen Vielfalt, begünstigen Desinformation und verschieben öffentliche Diskurse in private, kommerzielle Räume.

 

Jan Kalbhenn, „Wege zu einer gemeinwohlorientierten digitalen Medienordnung. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Public Open Space im Reformstaatsvertrag“, FES, 11.02.2026 (online)

Zitiert: Neuer Medienrat für öffentlich-rechtlichen Rundfunk zusammengetreten

In der Bauhaus-Universität Weimar ist am Mittwoch erstmals der neu gegründete Medienrat zusammengetreten. Das sechsköpfige Gremium soll künftig prüfen, inwieweit ARD, ZDF und Deutschlandradio ihren öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen und Impulse für die Weiterentwicklung von Qualität und Angebot geben. […] Die Geschäftsstelle ist…

Zitiert: DSA und DMA greifen nicht effektiv

Der Digital Services Act (DSA) der EU regelt, was auf den Plattformen wie verbreitet werden kann. Der Digital Markets Act (DMA) regelt den wettbewerbsrechtlichen Umgang mit BigTech-Plattformen. Urheberrechtliche Bestimmungen wie das Presseleistungsschutzrecht sollen dafür sorgen, dass Plattformen wie Google, Facebook und andere…

Zitiert: Verbot der Presseähnlichkeit

Ich persönlich glaube nicht, dass durch Verschärfungen des Verbots der Presseähnlichkeit neue Abonnenten für die Zeitungen gewonnen werden können. Vielmehr beobachten wir bereits jetzt bei den Anstalten Tendenzen, die Neuregelung zu umgehen, etwa durch die verstärkte Produktion von Videoinhalten, auf die dann…

Zitiert: Fusion von ARD und ZDF?

Die vorgetragene Begründung, im öffentlich-rechtlichen System sei die Ausstrahlung von zwei nationalen Sender mittlerweile überflüssig, stimmt indes nur teilweise. Richtig ist: ARD und ZDF produzieren Krimis, Naturdokus, Spielshows, Kochsendungen, Sportmagazine und andere Unterhaltungsangebote in solcher Überfülle, dass einzelne Formate untergehen. Wer Geld…