Zitiert: Digitalriesen sammeln erstmals Mehrheit der Werbegelder ein

Mit Google, Amazon und Meta erhalten 2026 erstmals nur drei US-Konzerne mehr als die Hälfte der in Deutschland ausgegebenen Werbegelder, prognostiziert der Verband Die Mediaagenturen. Sie können demnach 51,6 % der Ausgaben einsacken, die 2026 um 3,5 % auf 31,6 Mrd Euro steigen sollen. Allein 8,2 Mrd Euro sollen an Google gehen. Für Print-Zeitungen mit 9 % und -Magazine mit 10 % steht jeweils ein signifikantes Minus ins Haus, auch das lineare TV soll um 6 % auf 3 Mrd Euro schrumpfen. Ordentliches Wachstum ist dagegen etwa für Retail Media und (D)OOH angesagt, der Hörfunk bleibt bei 1 % Zuwachs recht stabil.

Tim Gieselmann, turi2, 12.01.2026 (online)

Zitiert: Die Wir-Gesellschaft agiert so

Sie geht auf die Leute zu und erwartet, dass sie bestimmte Einsichten und Positionen teilen. Das hat Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben. Meine Beobachtung ist, dass wir inzwischen weniger Kritiker der Gesellschaft haben und stattdessen immer mehr Wächter bekommen, die auf die Einhaltung dessen pochen, was sie für alternativlos halten und diejenigen angreifen oder einfach ausladen, die nicht mitziehen. Das ist eine bedenkliche Entwicklung, die dem Selbstverständnis der Moderne widerspricht, die doch auf Vielstimmigkeit angewiesen ist, weil sie keinen dogmatischen Grund hat. Die Moderne lebt vom Streit um das bessere Argument.

Ralf Konersmann, sueddeutsche.de, 04.01.2026 (online)

Zitiert: Der Wert von „Querdenkern“ oder „Unruhestiftern“

Noch Anfang der 2010er-Jahre konnten Sie in Nachrufen lesen, X oder Y sei ein Unruhestifter gewesen oder ein Querdenker, der sich nichts vorschreiben ließ, der selbständig und mutig auf heikle Themen zuging. Es galt als Auszeichnung, dass man nicht mit dem Strom…

Zitiert: Dieselben Regeln für alle Informationsangebote

Ganz grundlegend muss gelten, dass jeder, der Informationsangebote produziert und verbreitet, dafür auch Verantwortung zu übernehmen hat, weil er öffentliche Meinungsbildungsprozesse wesentlich mitgestaltet. […] Die künftige Regulierung muss daher von der Nutzerperspektive aus gedacht werden. Aus Sicht der Nutzer macht es schließlich…

Zitiert: Persönlicher Erfolg von Frauen sei kein Beweis für Fairness in der Branche

In ihr Berufsleben sei sie „reingegangen mit der Überzeugung, wenn ich gut genug bin, dann schaffe ich das, ganz egal, ob ich eine Frau bin. Oder wenn mich das Glück trifft, trifft mich das Glück“. Dass es da dieses Missverhältnis zwischen Männern…