Zitiert: „Lügenpresse“?

Die Menschen, die wir befragt haben, benutzten den Begriff „Lügenpresse“ nur sehr selten. Aber sie kritisierten sehr häufig, dass die Medienberichterstattung einseitig sei. Wer „Lügenpresse!“ skandiert, meint damit nicht, dass Medien absichtsvoll Falschaussagen treffen, sondern unterstellt, dass Journalistinnen und Journalisten aus einer politischen Einstellung heraus nur die Hälfte erzählen.

Uwe Krüger, chrismon.de, 05.06.2025 (online)

Zitiert: Medienschaffenden in Wallonien verstehen sich als Wächter der Demokratie“

Wallonien ist ein Sonderfall. Dort gibt es einen perfekten Nährboden für die extreme Rechte, die Arbeitslosenquote war im Jahr 2020 beispielsweise doppelt so hoch wie in Flandern. Und trotz dieses Nährbodens konnte die extreme Rechte dort bislang nicht Fuß fassen, weil man…

Zitiert: Der Seismograf bei vielen Ostdeutschen

Der Seismograf ist bei vielen Ostdeutschen, die ich kennenlernen durfte, sensibel eingestellt. Die Menschen haben oft bessere Antennen, sie erspüren mehr Schwingungen zwischen den Zeilen. Das ist mir auch persönlich nahe. Ich bin zwar nicht ostsozialisiert, aber ich weiß, wie es sich anfühlt, herablassend behandelt zu werden. Ich mag so etwas überhaupt nicht. Und ich kenne auch das Gefühl, wenn man nicht alles auf dem Silbertablett serviert bekommt, sondern sich etwas erkämpfen muss.

Tom Buhrow, berliner-zeitung.de, 25.05.2025 (online)

Zitiert: Dass Generationen existieren, ist nicht belegt

Immer wieder finden sich auch Kommentare, die die Sinnhaftigkeit der Generationen-Berichterstattung infrage stellen. Und das aus guten Gründen: Der Soziologe Martin Schröder nennt Generationen „konstruiert“, da nur Alters- und Periodeneffekte wissenschaftlich nachweisbar seien. Alterseffekte entstehen durch das Älterwerden. Periodeneffekte sind zeitgenössische Einflüsse,…