Zitiert: Absurde Gespräche

Ähnlich absurd kam mir das Gespräch vor, das Julia Jäkel und Tom Buhrow neulich in der »Zeit« über Fehler und Aufgaben des öffentlichrechtlichen Rundfunks führten, zwei Journalisten, die Topmanager deutscher Medien wurden. Die andere Seite des Schreibtischs ausprobieren, sagt man gern. Es kam mir vor, als sprächen zwei Mitglieder der Olsenbande für den Ethikrat. Die Leute, die sich in der Offentlichkeit um den bedenklichen Zustand des deutschen Journalismus sorgen, haben ihn oft selbst hergestellt. (Paid)

Alexander Osang, spiegel.de, 14.10.2022 (online)

Zitiert: Deutsche Debatten kommen einem ein wenig klein vor

Die deutschen Debatten über Sinn und Unsinn, Destruktivität und Schönheit von Social Media wie Twitter kommen einem ein wenig klein vor, wenn man bedenkt, wie sehr die Möglichkeit, sich zu äußern, sich zu informieren und Proteste zu organisieren, in anderen Gesellschaften mit Social Media verbunden ist. Irrelevant macht das unsere Twitter-Debatten nicht. Es ist nur wichtig, dabei nicht die Welt aus dem Blick zu verlieren.

Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)

Zitiert: Entfernen wir uns vom Ideal einer deliberativen Demokratie?

Aus journalistischer Binnenperspektive ist man geneigt, den Autoren in vielem zu widersprechen und in manchem zuzustimmen. Tatsächlich aber stellt sich die Frage, ob das, was sie am wankenden System des Qualitätsjournalismus bemängeln, nicht hinsichtlich der gesellschaftlichen Kommunikation insgesamt untersucht werden müsste. Eine…

Zitiert: Und wenn man Vertrauen in die Medien nicht mehr durch Qualität gewinnen kann?

Wie viel Vertrauen und Aufmerksamkeit ist durch besseren, tieferen, sich noch mehr auf seine Kernaufgaben besinnenden Journalismus zurückzugewinnen? Und inwieweit kann man – ob nun als besorgter Journalist oder als besorgter Buchautor und Dauergast von „Lanz“- halt nur staunend beobachten, wie der…

Zitiert: Warum man sich auch von Parteien abwenden kann

Parteien oder Vereinen weisen auf Erosionsprozesse hin. Man muss jedoch vorsichtig sein, diese zu bewerten. Wenn Leute sich von Parteien abkehren, ist das möglicherweise kein Zeichen von Politikverdrossenheit, sondern von Politikinteresse. Manche fühlen sich nur in Parteien nicht mehr aufgehoben oder angesprochen.…