Zitiert: BBC ein Motor Grundpfeiler für gesellschaftliche Kreativität

Zahlreiche ehemalige BBC-Mitarbeiter wie ich selbst haben das Unternehmen irgendwann verlassen, um selbst Medienunternehmen zu gründen. Eine direkte Folge davon ist, dass Großbritannien heute über den lukrativsten Kreativsektor Europas verfügt, der im Jahr 2018 auf einen Gesamtwert von 125 Milliarden Euro taxiert wurde. Die BBC ist de facto die landesweit bedeutendste Ausbildungsstätte für Kreativwirtschaft.

Misha Glenny, sueddeutsche.de, 14.11.2020 (online)

Zitiert: Wer von der BBC noch profitiert

Aber nicht nur die BBC selbst profitiert von ihrer bedeutenden Stellung. Zugleich bildet sie immer neue Generationen von Tontechnikern, Regisseurinnen, Grafikdesignern, Journalistinnen, Kameraleuten, Schauspielerinnenn, Musikern, Spezialistinnen für Digital Engineering und viele weitere aus. Die BBC unterhält neun Orchester und ist ein Eckpfeiler der klassischen Musik in Großbritannien. Zugleich bietet sie nach wie vor den World Service, der allwöchentlich in rund 40 Sprachen mehr als 200 Millionen Menschen erreicht.

Misha Glenny, sueddeutsche.de, 14.11.2020 (online)

Zitiert: Stoffentwicklungsförderung ermöglicht selten gute Filme

Wenn mir ein Autor oder eine Autorin eine Idee für einen Film unterbreitet und ich es für gut empfinde, kommt das Geld für ein Treatment von mir und keinem anderen. Sonst bin ich kein Produzent. Wissen Sie, aus der Stoffentwicklungsförderung heraus entstehend…

Zitiert: Wie die Sender Kreativität outsourcen

Der Blick auf eine Lebensleistung wie die von Peter Rüchel lässt Nachdenklichkeit aufkommen: Brauchen wir wirklich keine Fachleute in den Sendern, nur Vermittler? Reicht es, wenn wir das abspielen, was die Musikindustrie so bringt? Der Sinn des Öffentlich- Rechtlichen war sicher nicht, die Kreativität outzusourcen.

Peter Rüchel hinterlässt uns ein Bild von Sendern mit „Hierarchen“ (im WDR hießen sie mal Säulenheilige) und Redakteuren, die ihre Möglichkeiten ausreizen, sich und andere fordern und zeigen, dass Qualität nicht nur einen Sendeplatz hat, sondern ganze Programme beleben kann.

Michael Schmid-Ospach, epd medien 9/2019, S. 2 (nicht online)

Zitiert: Ohne Privatsphäre keine Kreativität

„Die Privatsphäre ist der Raum, in dem Kreativität und der Wille zur wirtschaftlichen Entfaltung produktiv werden kann. Der Schutz dieses Raumes ist die Voraussetzung der Teilhabe einer breiten Bevölkerungsschicht an einer funktionierenden sozialen Marktwirtschaft. Falls die Privatsphäre von Personen aufgelöst wird, gibt es keine eigenständige wirtschaftliche Entwicklung mehr. Ein Gemeinwesen wird so in der Wurzel zerstört.“

 

Werner Meixner, sueddeutsche.de, 1.1.2017 (online)