Out of Space: Wie die AG Kino-Gilde bei der CDU antichambriert

„Mit 150 Gästen feierte die AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. am Montag (10.06.) ihr 60-jähriges Jubiläum in der Parlamentarischen Gesellschaft des Deutschen Bundestags.“ Als Schirmherr für dieses Jubiläum hatte sich die AG Kino-Gilde für die Veranstaltung in dem Räumen, die für interfraktionelle Zusammenarbeit stehen, nur einen Politiker ausgesucht: Wolfgang Börnsen, den medienpolitischer Sprechen der CDU-Bundestagsfraktion, der meinte: „Die Gilde hat verdienstvoll 60 Jahre Kultur, Kunst und Filmgeschichte geschrieben und dokumentiert damit auserlesene Kinokultur.“

 

Zitat: Das Kino als ganzjähriges Festival

„Ein wirklich toll funktionierendes Kino in einer Großstadt müsste quasi ein ganzjähriges Festival sein. Es gibt Leute, die Theater, Konzerte, Messen und Kongresse organisieren – das müsste auch fürs Kino kommen. Eine Blu-Ray reicht heute aus, um 500 Menschen mit einem guten Programm zu versorgen. … Es hat sich ja eine Riesenstruktur bei den Verleihunternehmen gebildet. Und das gesamte Filmproduktions- und Förderwesen hat sich darauf eingespielt. Da ist jemand, der an der Zukunft des Kinos arbeitet, definitiv ein Outsider.“

 

 

Edgar Reitz, Berliner Zeitung, 6. April 2013, S. 25

 

Dokumentiert: Kinobesucherzahlen in den EU-Staaten sind 2012 sind im Vergleich zum Vorjahr stärker zurückgegangen als in ganz Europa

 

 

Zur Berlinale veröffentlicht die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle des Europarats jedes Jahr ihre Schätzungen zur Entwicklung des europäischen Kinomarkts. Danach gingen die Besucherzahlen in den EU-Staaten im Vergleich zu 2011 um 2,4 Prozent zurück. In ganz Europa lag das Minus nur bei 0,9 Prozent. Seit dem Jahre 2009 geht die Zahl der Kinobesucher in den EU-Staaten zurück.

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Schneller im Kino, geringere Verluste

Was fürs Fernsehen gilt, gilt in ähnlicher Form auch fürs Kino. Dies haben die beiden Ökonomen Brett Danaher vom Wellesley College und Joel Waldfogel von der University of Minnesota in einer gemeinsamen Studie festgestellt. Sie untersuchten, wie sich Online-Piraterie auf die tatsächliche Entwicklung von Kinokartenverkäufen auswirkt.

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Rekordzahlen in den französischen Kinos

In Frankreich sind so viele Menschen in die Kinos geströmt wie seit 1966 nicht mehr, meldet sueddeutsche.de. Der Grund sind starke einheimische Produktionen, die selbst Harry Potter klar distanziert haben. Knapp 90 Millionen der 215 Mio. Tickets wurden 2011 allein für französische Filme verkauft. Damit lagen die französischen Produktionen nur knapp hintern den amerikanischen.

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