Zitiert: Medienkritik bleibt ein kleinteiliges Puzzle

Die Erfahrungen bestehen eher aus einer Desillusionierung. Substanzielle Medienkritik stößt an die Grenzen einer Status-Quo-Bewahrungspolitik der Akteure, gerät in eine Nische der Beziehungen von Erkenntnis und Interesse(n). Der Versuch, eine konstante und breiter aufgestellte Kritik-Plattform unter der Marke Grimme zu etablieren, fand keine tragfähige Mehrheit. Die Anstrengung, einen neuen Anlauf zu unternehmen, wäre aller Mühen wert. Absehbar ist eher: Es wird bei einem kleinteiligen Puzzle bleiben, das von passionierten Einzelkämpfern bestückt wird.

Uwe Kammann, npj.news, 14.07.2025 (online)

Zitiert: Wir haben nicht gegen die Mehrheitsmeinung gesendet

Zu Beginn der Pandemie wusste niemand, was passiert. Politik, Gesellschaft, Medien – niemand. Auch wir nicht. Wir sind dann aber in Deutschland länger als nötig in diesem Krisenmodus geblieben, auch in unserer Berichterstattung. Das würde ich persönlich im Nachhinein anders machen: schneller den Alltag wieder zulassen. […] Ich glaube, die Mehrheit der Bevölkerung empfand so. Wir haben nicht gegen die Mehrheitsmeinung gesendet.

Helge Fuhst, lvz.de, 11.07.2025 (online)

Zitiert: RTL Deutschland überholt ARD und ZDF im Zitate-Ranking

Während „Bild“ das Zitate-Ranking von „Media Tenor“ im ersten Halbjahr 2025 unverändert anführt und den Vorsprung auf den „Spiegel“, der der Auswertung zufolge von anderen Medien deutlich seltener als Quelle genannt wurde als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, ausbauen konnte, gibt es…

Zitiert: Ein Deal zwischen ZEIT und Maxim Biller?

Die Zeit bestellt einen Autor, der für Geschmacklosigkeit, Verletzung von Persönlichkeitsrechten und „Hundert Zeilen Hass“ bekannt ist. Dann zieht sie seinen Text zurück, weil sich darin geschmacklose Witzchen, persönliche Diffamierungen und ungebremster Hass finden. Ein guter Deal, Biller kommt mal wieder vor, und die Zeit gibt ihrem Publikum ein frivoles Gefühlchen. Nur das Thema war halt ungeeignet.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 06.07.2025 (online)

Zitiert: Können Medien Trend-Themen „auslassen“

Wirklich viele Medienmarken befassten sich mit dem Thema, nachrichtlich, analytisch, kommentierend. Warum sie das taten und tun, ist für alle, die je an Redaktionskonferenzen teilnahmen, schon nachvollziehbar. Wenn eine Diskussion in der Welt ist, hat man als Redaktion wenig zu gewinnen, wenn man sie nicht mitführt. Niemand liest schließlich einen Artikel, der gar nicht geschrieben wurde. Ein aktuelles journalistisches Medium, das zur Meinungsbildung in einer medial präsenten politischen Debatte nichts beiträgt, wird dafür von kaum jemanden Lob bekommen – es fällt höchstens nicht auf.

Klaus Raab, MDR Altpapier, 09.07.2025 (online)