Zitiert: ständiges Feedback führt zur Auspegelung am Mittelmaß

Es handelt sich beim Beschriebenen natürlich um ein Problem, das massiv etwas mit dem Strukturwandel der Öffentlichkeit und der Medien zu tun hat: Formate sind heute nun mal interaktiv, es geht schon lange nicht mehr um klassische Sender-Empfänger-Modelle, und das ist ja…

Zitiert: Man muss nicht alles veröffentlichen, was erlaubt ist

Nun muss man nicht alles veröffentlichen, was erlaubt ist, und es spricht viel dafür, auf plumpe Beleidigungen zu verzichten und sich klügere Argumente, lustigere Karikaturen, elegantere Angriffe auszudenken. Grundlage auch für feinere Kritik aber ist die Freiheit, auch schlechte Bilder, blöde Witze, pubertäre Fantasien in die Welt schicken zu dürfen. Und wer dafür bedroht wird, braucht Solidarität unabhängig von der Qualität seiner Entgleisungen. Das gilt längst nicht mehr nur für Medienmacher und Karikaturisten, sondern erst recht für alle anderen, die den öffentlichen Raum bevölkern.

Kia Vahland, sueddeutsche.de, 02.09.2020 (online)

Zitiert: Paid Content, Plattformen und Zahlungsbereitschaft im digitalen Journalismus

Eine erste vorsichtige Schätzung kommt zu dem Schluss, dass eine anbieterübergreifende Plattform für digitaljournalistische Inhalte ein maximales Umsatzpotenzial von etwa 128 bis 152 Millionen Euro im Monat aufweisen würde. Es bleibt abzuwarten, inwiefern dieses Umsatzpotenzial ausreichend sein wird, um Journalismus künftig im notwendigen Maße zu finanzieren

Christian-Mathias Wellbrock, Christopher Buschow: MONEY FOR NOTHING AND CONTENT FOR FREE? Paid Content, Plattformen und Zahlungsbereitschaft im digitalen Journalismus. LfM, 2020 (online)