Vertrauen in Journalismus: Widerspiegelung der eigenen Meinung wichtiger als Richtigkeit der Darstellung

Prinzipiell finden sich Personen mit niedrigem Vertrauen in so gut wie allen gesellschaftlichen Milieus. In Übereinstimmung sowohl der Leitfadeninterviews als auch der quantitativen Untersuchung konnte festgestellt werden, dass das Vertrauen hinsichtlich der Qualitätswahrnehmungen vor allem von der Wahrnehmung von Richtigkeit, der vollständigen…

Zitiert: Wie die BBC dem politischem Druck Stück für Stück nachgibt

Noch ist Großbritannien von Zuständen wie in Ungarn oder Polen weit entfernt, aber vieles erinnert eben dennoch an die Anfänge eines Orbán oder eines Kaczyński. Das systematische Bestreben, die Kontrollorgane der Exekutive auszuschalten, ist inhärent autoritär und trifft neben der Justiz in…

Klick-Tipp: Pluralität der wirtschaftsjournalistischen Ausbildung in Deutschland

Die Qualität der wirtschaftsjournalistischen Berichterstattung führt seit Jahren zu Auseinandersetzungen und Kontroversen. Kritisiert wird, dass einseitige Sichtweisen dominieren und konzeptionelle Vielfalt nicht genügend abgebildet wird. Unsere empirisch breit angelegte Studie geht der Frage nach, wie wirtschaftswissenschaftlich plural und reflexiv Wirtschaftsjournalist*innen ausgebildet und…

Zitiert: Mehr Wissenschaft im Journalismus

Gehaltvolle Infos über die Zukunft des Journalismus bekommt man normalerweise nicht von Ministerien. Eine Ausnahme ist ein Reader, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung kurz vor der Sommerpause veröffentlicht hat. Titel: „#FactoryWisskomm – Handlungsperspektiven für die Wissenschaftskommunikation“. Eine Arbeitsgruppe, die sich…

Glaubwürdigkeit der Medien: Das Prinzip Gegenseitigkeit

Journalismus wird zur Vertrauensinstanz, wenn Medien mit ihrer Community progressiv umgehen. ….  Die zentrale Erkenntnis: Entscheidend sind die Qualität der (journalistischen) Arbeit und die Qualität der Beziehung zum Publikum.

Menschen wollen das Gefühl haben, dass es ihnen „etwas bringt“, Medien zu nutzen: Sie möchten entspannen, aber auch mitreden können. Wenn Medien dies liefern und zudem Nachrichten ansprechend präsentieren, dann weckt dies ihr Vertrauen.

Marlis Prinzing, tagesspiegel.de, 31.07.2021 (online)