Zitiert: Wenn Politiker den Wert von Institutionen nicht mehr erkennen

Es sind die hier schon vom Kollegen Nils Minkmar erwähnten finalen „Ferien von der Geschichte“, wenn uns unsere Theater, Verlage, Zeitungen, Schulen und Universitäten nichts mehr wert sind, wenn wir das, was von hier aus Sinn stiftete, was infrage stellte, kritisierte, anklagte…

Zitiert: Die Wir-Gesellschaft agiert so

Sie geht auf die Leute zu und erwartet, dass sie bestimmte Einsichten und Positionen teilen. Das hat Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben. Meine Beobachtung ist, dass wir inzwischen weniger Kritiker der Gesellschaft haben und stattdessen immer mehr Wächter bekommen, die auf die Einhaltung dessen pochen, was sie für alternativlos halten und diejenigen angreifen oder einfach ausladen, die nicht mitziehen. Das ist eine bedenkliche Entwicklung, die dem Selbstverständnis der Moderne widerspricht, die doch auf Vielstimmigkeit angewiesen ist, weil sie keinen dogmatischen Grund hat. Die Moderne lebt vom Streit um das bessere Argument.

Ralf Konersmann, sueddeutsche.de, 04.01.2026 (online)

Zitiert: Keiner lebt für sich allein

Jedes einzelne Wunder des Lebens wird von der vitalen Wechselseitigkeit und der dialogischen Plastik des multilateralen Zusammenwirkens getragen. Alles Handeln ist angewiesen auf Koaktivität, alles Bewohnen der Erde auf Kohabitation, jeder Zukunftstraum auf Kollaboration. Natural-soziale Gebilde sind Mäander, freie Bewegungstänze im Zusammenspiel…