Zitiert: Umbau der Sender zur Oligarchie

Der Fall Gelbhaar zeigt, dass eine Reform des ÖRR höchste Zeit wird. Solange diese kleinen Monarchen in den Sendeanstalten auf selbstbewusste Fachautoren und -redakteure stießen, war das alles kein Problem. Gefährlich wurde es erst von 2015 an. Seitdem nämlich haben sich die Öffentlich-Rechtlichen mehr und mehr von den Fachautoren und Fachredakteuren abgewandt. Generalisten seien schließlich leichter zu führen und auch billiger zu haben, so hieß es jetzt in den Führungsetagen der Sender. Die konstitutionelle Monarchie also, sie wurde zur Oligarchie umgebaut.

Peter Welchering, Cicero, 21.02.2025 (nicht online)

Wie Kultur jenseits des Mainstreams möglich ist

Ich werde dafür sorgen, dass Fachredakteure und -redakteurinnen, die auch als Multiplikatoren tief in der Kulturszene Norddeutschlands verankert sind, das tun, was sie am besten können: kompetente Kulturberichterstattung. In unserer journalistischen Fachkompetenz sehe ich die Lebensversicherung für den Sender.

Anja Würzburg, Programmchefin NDR Kultur, Kieler Nachrichten, 13.4.2021 (online)

Zitiert: WDR – Hinbringen, nicht abholen

Das WDR Programm kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus, öffentlicher Protest gegen die mögliche Abschaffung von Stichtag und Zeitzeichen, die geplante Änderung bei der Literaturkritik auf WDR3 und jede Menge Empörung wegen der Fernsehsendung „Die letzte Instanz“. Ein Grund für die Protestwellen…

Dokumentiert: Keine kommunizierenden Röhren beim WDR

Ein Programmdirektor kommuniziert nur über soundsoviele Zwischenhierarchen mit einem Redakteur oder einer Redakteurin. Und die sind heute zumeist Allrounder, sie sollen in allen Programmbereichen einsetzbar sein. Redakteure sind heute zwar – positiv gesehen – flexibel, aber damit auch austauschbare Figuren geworden. Ihre jeweilige Fachkompetenz gegenüber Vorgesetzten ist somit ausbaufähig. Früher gab es Historiker in der Geschichtsredaktion, heute gibt es nicht mal mehr eine Geschichtsredaktion. Heute gibt es im WDR-Fernsehbereich – und das wurde von Monika Wulf-Mathies mit am heftigsten kritisiert – keine Fachredaktionen mehr für bildende Kunst, Musik, Theater… Weiterlesen Dokumentiert: Keine kommunizierenden Röhren beim WDR

Dokumentiert: Keine kommunizierenden Röhren

Ein Programmdirektor kommuniziert nur über soundsoviele Zwischenhierarchen mit einem Redakteur oder einer Redakteurin. Und die sind heute zumeist Allrounder, sie sollen in allen Programmbereichen einsetzbar sein. Redakteure sind heute zwar – positiv gesehen – flexibel, aber damit auch austauschbare Figuren geworden. Ihre jeweilige Fachkompetenz gegenüber Vorgesetzen ist somit ausbaufähig. Früher gab es Historiker in der Geschichtsredaktion, heute gibt es nicht mal mehr eine Geschichtsredaktion. Heute gibt es im WDR-Fernsehbereich – und das wurde von Monika Wulf-Mathies mit am heftigsten kritisiert – keine Fachredaktionen mehr für bildende Kunst, Musik, Theater…

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